Teil eines Werkes 
6. Bdchn (1842)
Entstehung
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ſeinem erſten Schlafe auffuhr, und riß das Fenſter auf, um ihn durch die Anweſenheit irgend eines Ge⸗ genſtandes außerhalb des Zimmers zu verſcheuchen, der, ſo zu ſagen, nicht Zeuge ſeines Traumes gewe⸗ ſen war. Es war indeß kein neuer, nächtlicher Schreck, denn er hatte ſich ſchon früher in mancherlei Formen vor ihn hingeſtellt, ihn in vergangenen Zeiten viel umſpuckt und hin und wieder ſeinen Pfühl heimge⸗ ſucht. Wär' es nur ein häßliches Bild, ein kindi⸗ ſches Geſpenſt geweſen, das ſeinen Schlaf in einer früheren Geſtalt ſtörte, ſo hätte es vielleicht ein au⸗ genblickliches Gefühl der Furcht erweckt, das übrigens mit dem Moment des Erwachens verſchwunden wäre. Dieſe Unruhe laſtete jedoch beharrlich auf ihm und wollte ſich durch nichts verſcheuchen laſſen. So oft er die Augen wieder ſchloß, fühlte er, wie ſie nieder⸗ ſchwebte, und als er langſam einſchlummerte, wurde er ſich deutlich bewußt, wie ſie allmätig ihre frühere Geſtalt annahm und Kraft und Bedeutung gewann. Er ſprang zwar von ſeinem Bette auf und das Phantom verſchwand aus ſeinem erhitzten Gehirne, ließ aber ein Bangen in ſeinem Innern zurück, gegen das er vergeblich mit dem wachen Verſtande an⸗ kämpfte.

Die Sonne war ſchon aufgegangen, ehe er ſich ſeiner Angſt entſchlagen konnte. Er verließ ſpät, aber unerfriſcht ſein Lager und blieb den ganzen Tag auf ſeinem Zimmer. Er hatte ſich vorgenom⸗ men, ſeinen letzten Beſuch an der alten Stelle in den