Dolly Varden, ſüße Dolly Varden, ſeit wie vielen Jahren habe ich einem ſolchen Zuſammentreffen ent⸗ gegen geſehen! Welche lange Reihe von Jahren iſt es nicht mein beharrliches Sehnen und Denken ge⸗ weſen, Euch zu erheben und in eine edle, Stellung zu bringen! Jetzt löſe ich mein Wort. Schaut in
mir Euren Gatten. Ja, ſchöne Dolly— liebliche
Herzensfängerin— Simon Tappertit iſt ganz Euer Eigenthum.“
Mit dieſen Worten trat er auf ſie zu, aber Dolly wich, ſo weit ſie konnte, zurück und ſank dann zu Boden. In der Meinung, daß dieß wahr⸗ ſcheinlich nichts weiter als mädchenhafte Beſcheiden⸗ heit ſey, verſuchte Simon, ſie aufzuheben, worauf ihm indeß Dolly, zur Verzweiflung gereizt, mit den Händen in's Haar fuhr, unter einer Thränen⸗ fluth ihn ein ſchändliches Wichtlein nannte, das er von je her geweſen ſey, und ihn alſo ſchüttelte, zerzauste und ſchlug, bis er aus Leibeskräften um Hülfe ſchrie. Hugh hatte ſie nie halb ſo verehrt, als in dieſem Augenblicke.
„Sie iſt dieſe Nacht in einem aufgeregten Zu⸗ ſtande“ ſagte Simon, indem er ſein zerzaustes Ge⸗ fieder wieder glatt ſtrich,„und weiß nicht, was ihr gut iſt. Wenn man ſie bis Morgen allein läßt, ſo wird ſie ſchon ein Bischen zur Naiſon kommen. Schafft ſie in das nächſte Haus!“
Hugh hatte ſie in einem Nu auf dem Arm. Möglich, daß Herrn Tappertit's Herz wirklich be⸗
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