Teil eines Werkes 
6. Bdchn (1842)
Entstehung
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Fahrt dachte Dolly an ihren alten Liebhaber den armen, treuen und verachteten Joe! Wie oft und vielmal rief ſie ſich jenen Abend in's Gedächtniß, als ſie ihm in die Arme lief, flüchtig vor demſelben Menſchen, deſſen verhaßter Blick ſogar in die Dun⸗ kelheit, worin ſie ſaß, drang und in entſetzlicher Be⸗

wunderung durch die Fenſterſcheiben herein ſchielte!

Und wenn ſie Joe's gedachte, was für ein tapferer Burſche er war, und wie er kühn herangeritten wäre, ſich unter dieſe Schurken ſtürzend, ja, und wären es doppelt ſo viele geweſen da drückte ſie ihre klein⸗ nen Händchen zuſammen und preßte ihren Fuß auf den Boden der Stolz, den ſie einen Augenblick darüber empfand, ein ſolches Herz gewonnen zu ha⸗ ben, ſchwand in einem Strom von Thränen dahin, und ſie ſchluchzte bitterer, als je.

Als es tiefer in die Nacht hineinging und ſie auf ganz unbekannten Wegen weiter fuhren denn ſie konnten keinen der Gegenſtände, die ihnen hin und wieder im Fluge auftauchten, erkennen ſtei⸗ gerte ſich ihre Angſt. Auch war hiezu guter Grund vorhanden, denn wie hätte es bei zwei hübſchen, jun⸗ gen Mädchen anders ſeyn können, die von einer Bande wagehälſiger Hallunken entführt wurden, ohne zu wiſſen, wohin, und ſich den Blicken ſolcher Kerle ausſetzen mußten? Als ſie endlich in einer ihnen ganz unbekannten Vorſtadt Londons anlangten,

war es bereits Mitternacht vorbei und alles dunkel

und leer in den Straßen. Auch war dieß noch nicht