Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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verſteckten und hervorſahen. Unter ſolchen Gedanken fiel mir auch der eben verſtorbene alte Herr ein, und ich hätte, als ich nach der dunkeln Kanzel hinaufſah, darauf ſchwören wollen, ich ſehe ihn an ſeinem gewöhnlichen Platze, in ſein Leichentuch ge⸗ hüllt und zuſammenſchaudernd, als ob es ihn fröre. Dieſe ganze Zeit über ſaß ich horchend und hor⸗ chend, indem ich kaum zu athmen wagte. Endlich fuhr ich auf und griff nach dem Glockenſeile. In demſelben Augenblicke klang— nicht dieſe Glocke, denn ich hatte das Seil kaum berührt— ſondern eine andere!

„Ich hörte deutlich das Geläute einer andern, und zwar einer ſehr tieftönenden Glocke. Es dauerte nur einen Augenblick und ſelbſt da führte der Wind den Schall hinweg. Ich lauſchte noch eine geraume Weile, aber ſie klang nicht mehr. Ich hatte von Leichenkerzen gehört, und endlich fühlte ich mich überzeugt, daß dieß eine Leichenglocke ſeyn müſſe, die um Mitternacht ſelbſt um die Todten läute. Ich ſetzte nun meine Glocke in Bewegung— wie oder wie lange weiß ich nicht— und eilte nach Hauſe in mein Bett, ſo ſchnell als mich meine Fuͤße tragen wollten.

„Des andern Morgens ſtand ich nach einer ſchlafloſen Nacht früh auf und erzählte die Geſchichte meinen Nachbarn. Einige nahmen die Sache ernſt, andere nur ſo oben hin, und ich denke nicht, daß Jemand an ihre Wirklichkeit glaubte. Aber an dem⸗