8 8
33
Gelegenheit erfaſſend, um dem Geſpräche eine andere Wendung zu geben.
„So ziemlich,“ erwiederte der andere.„Was indeß die junge Dame betrifft— hat Herr Haredale eine Tochter?“
„Nein, nein,“ ſagte der junge Burſche ärgerlich; ver iſt ein lediger Herr— er iſt— ſo ſchweigt doch — könnt Ihr nicht? Ihr ſeht ja, daß ein ſolches Gerede dem dort nicht behagt.“
Ohne auf dieſe flüſternde Vorſtellung zu achten, oder dergleichen zu thun, als ob er ſie gehört hätte, fuhr der Quälgeiſt herausfordernd fort:
„Ledige Männer haben auch ſchon Töchter ge⸗ habt. Sie kann demungeachtet ſeine Tochter ſeyn, wenn er gleich nicht verheirathet iſt.“
„Was wollt Ihr damit ſagen?“ entgegnete Joe, dann fügte er aber, näher herantretend, in leiſem Tone bei:„Ihr werdet da gleich etwas abfangen, verlaßt Euch drauf.“
„Je nun, ich hatte keine böſe Abſicht,“ erwie⸗ derte der Reiſende keck,„und ſo viel ich weiß, ſagte ich nichts, was man mir übel deuten könnte. Ich ſtelle einige Fragen— wie es ein Fremder wohl thun darf, ohne daß man etwas Ungewöhnliches daran zu ſuchen brauchte— über die Bewohner eines merk⸗ würdigen Hauſes in der Nachbarſchaft, das ich noch nie geſehen, und Ihr thut ſo entſetzt und verſtört, als ob ſich's um einen Hochverrath gegen König Georg handle. Vielleicht könntet Ihr uns den Grund
Boz. XVI. Barnaby Rudge. 3


