hatte. Nachdem er ſich lange über einen ihrer wür⸗ digen Namen beſonnen hatte, entſchied er ſich für die Benennung„Sophronia Sphynr,“ weil derſelbe eben ſo wohlklingend als gentil wäre, und außerdem auf etwas Geheimnißvolles hindeutete. Unter dieſem Titel begab ſich die Marquiſin unter Thränen in die Schule ſeiner Wahl, aus der ſie, da ſie ihre Mitſchülerinnen bald überholte, noch vor Ablauf vieler Vierteljahre in eine höhere verpflanzt wurde. Wir laſſen jedoch Herrn Swiveller nur Gerechtigkeit wiederfahren, wenn wir ſagen, daß er, trotz der Unkoſten ihrer Erziehung, die ihn für ein halb⸗ dutzend Jahre in ſehr knappen Verhältniſſen hielten, nie in ſeinem Eifer erlahmte, und immer einen hin⸗ reichenden Lohn in den Berichten fand, die er mit großer Gravität über ihre Fortſchritte anhörte, ſo oft er der Vorſteherin ſeine Monatsviſite machte, bei welcher Gelegenheit er ſelbſt als ein Literat von etwas excentriſchen Gewohnheiten und einem unge⸗ meinen Talent für's Citiren betrachtet wurde.
Mit einem Worte, Herr Swiveller ließ die Marquiſin in dieſer Penſion, bis ſie muthmaßlicher⸗ weiſe volle neunzehn Jahre alt, und dabei gut ausſe⸗ hend, geſchickt und heiteren Gemüths war. Und nun erſt fing er ernſtlich an, darüber nachzudenken, was zu⸗ nächſt geſchehen ſollte. Bei einem dieſer periodiſchen Beſuche, während eben die genannte Frage in ſeinem
Kopfe aufſtieg, kam die Marquiſe allein zu ihm⸗
herunter, heiterer ausſehend und friſcher als je.


