Als man nach Verfluß einiger Tage Quilp's Leiche auffand, wurde unweit der Stelle, wo ſie an's Land geſpült worden, eine Todtenſchau gehalten. Die allgemeine Annahme ging dahin, daß er ſich ſelbſt entleibt habe, und da dieß durch alle Umſtände ſeines Todes bekräftigt zu werden ſchien, ſo that auch die Jury den gleichen Ausſpruch. Sie ſollte daher mit einem Pfahl durchs Herz, inmitten eines einſamen Kreuzweges begraben werden.
Nachher ging das Gerücht, dieſe ſchreckliche und barbariſche Ceremonie ſey nicht vollzogen, ſondern die Ueberreſte ſeinem Diener Tom Scott übergeben worden. Doch auch hier theilten ſich die Anſichten, denn einige meinten, Tom habe ſie um Mitternacht ausgegraben und nach einem Orte gebracht, der ihm von der Wittwe angedeutet worden. Wahr⸗ ſcheinlich haben dieſe beiden differirenden Geſchichts⸗ erzählungen in der einfachen Thatſache, daß Tom bei der Todtenſchau Thränen vergoß— denn dieß war wirklich der Fall, ſo außerordentlich es auch er⸗ ſcheinen mag— ihren Grund. Außerdem legte er auch eine ſtarke Neigung, ſich an der Jury zu ver⸗ greifen, an den Tag und da man ihn zurück⸗ hielt und aus dem Gerichtszimmer hinausführte, ſo verdunkelte er deſſen einziges Fenſter dadurch, daß er ſich vor dem Geſimſe auf den Kopf ſtellte, bis er durch einen vorſichtigen Büttel geſchickt wieder auf die Beine gebracht wurde.
Nach dem Tode ſeines Gebieters in die Welt


