Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1842)
Entstehung
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los, die durch die letztere Andeutung vielleicht um ſo herzlicher wurde, und verfügte ſich nach ſeinem Bette, worauf der Wirth und die Wirthin ein Glei⸗ ches thaten.

Des andern Morgens hieß es, Nell ſey beſſer, aber außerordentlich ſchwach, und werde wenigſtens noch einen Tag Ruhe und ſorgfältige Pflege brauchen, ehe ſie ihre Reiſe wieder aufnehmen könne.

Der Schulmeiſter freute ſich über dieſe Nach⸗ richt ungemein und meinte, er habe wohl einen Tag übrig, für den Nothfall auch zwei und könne daher recht gut abwarten. Da man glaubte, die

Kranke werde gegen Abend auſſtehen können, ſo⸗

verſprach er, ſie zu einer beſtimmten Stunde auf ihrem Stübchen zu beſuchen, worauf er mit ſeinem Buche ſpazieren ging und erſt zur Zeit des verheiße⸗ nen Beſuchs wieder heim kam.

Nell konnte ſich der Thränen nicht enthalten, als ſie allein waren, und auch der ehrliche Schul⸗ meiſter weinte, als er ihr blaſſes Geſicht und ihre abgezehrte Geſtalt ſah, obgleich er ihr zu gleicher Zeit in ſehr nachdrücklicher Sprache zu beweiſen ſuchte, wie thöricht ſie handle, daß ſie ſich ſo von ihren Gefühlen hinreißen laſſe, und wie leicht ſie es vermeiden könnte, wenn ſie nur wollte.

So wohlthuend Ihre Güte auf mich wirkt, ſprach das Kind,ſo macht es mich doch ganz un⸗ glücklich, wenn ich daran denke, daß wir Ihnen zur Laſt fallen ſollen. Wie kann ich Ihnen je genug

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