Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

fragte das Kind unſchuldig.

24

offenherzige Mann. Mein Aeußeres ſieht vielleicht nicht darnach aus, aber du darfſt dich darauf ver⸗ laſſen, daß ich es bin.

Das Kind begann unruhig zu werden, denn ſie glaubte, das Bier habe an Herrn Codlin ſeine Wirkung gethan, und die Folge davon ſey ſeine gegenwärtige Selbſtanpreiſung.

Short iſt kein übler Mann und ſcheint es gut zu meinen, nahm der Miſanthrop wieder auf;aber er übermacht es. Das iſt nun freilich nicht meine Sache.

Freilich, wenn in Herrn Codlin's gewöhnlichem Benehmen ein Fehler war, ſo beſtand dieſer gewiß nicht in einer übertriebenen Freundlichkeit gegen ſeine Umgebung, da er es im Gegentheil liebte, gar nichts dergleichen an ſich merken zu laſſen. Das Kind war übrigens verblüfft, und wußte nicht, was es ſagen ſollte. 3

Laßt euch rathen, fuhr Codlin fort;fragt mich nicht, warum, aber laßt euch rathen. So lange ihr mit uns reist, ſo haltet euch ſo nahe als möglich an mich. Laßt's euch nicht einfallen, uns zu verlaſſen um keinen Preis ſondern haltet euch immer an mich und ſagt, daß ich euer Freund bin. Willſt du dir das merken, meine Liebe, und willſt du immer ſagen, daß ich es geweſen ſey, der euch freundlich berieth?

Aber wo und wann ſoll ich ſo ſagen?