Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1842)
Entstehung
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loſe Ningen, womit ſie ſich ihr Leben verkümmert hatten, zu verſpotten ſchienen.

Nelly erhob ihre Blicke oft zu den Bäumen, von denen aus dieſe Töne kamen, und es dünkte ihr, der Ort werde dadurch noch ruhiger, als er durch ein vollkommenes Schweigen hätte gemacht werden können; ſie trat von einem Grabe zum andern, indem ſie bald Halt machte, um mit ſorgfältiger Hand einen Strauch wieder aufzurichten, welcher ſich von irgend einem grünen Grabhügel, den er verzieren half, los⸗ geriſſen hatte, bald durch eines der niedrigen Gitter⸗ fenſter in die Kirche hinein ſah, wo wurmzerfreſſene Bücher auf den Betpulten lagen und die weißlich⸗ grüne Tuchverkleidung an den Seiten der Kirchen⸗ ſtühle verſporte, das nackte Holz dem Auge preis⸗ gebend. Da waren die Bänke, auf denen die armen, alten Leute ſaßen, abgenützt und gelb, wie ſie ſelber; der rauhe Taufſtein, an dem die Kinder ihre Namen erhielten, der einfache Altar, an dem ſie im ſpäteren Leben niederknieeten, und die flachen, ſchwarzen Ge⸗ ſtelle, die ihre Laſt zum letzten Beſuche nach der kühlen, alten, ſchattigen Kirche trugen. Alles deutete auf langen Gebrauch und ruhigen, allmäligen Ver⸗ fall; ſelbſt das Glockenſeil im Treppenhauſe des Thurms hatte ſich zu einer Franſe aufgelöst und war vor Alter ſchimmelig geworden.

Sie betrachtete eben einen beſcheidenen Grabſtein, der von einem jungen dreiundzwanzigjährigen Manne erzählte, welcher vor fünfundfünfzig Jahren geſtorben war, als ſie den Ton eines näher kommenden, wankenden Fußtrittes vernahm, und beim Umblicken bemerkte ſie ein gebrechliches, von der Laſt der Jahre niedergebeugtes Weib, welches zu demſelben Grabe heranhinkte und ſie bat, ihr die Inſchrift auf dem Steine vorzuleſen. Nell willfahrte dieſem Geſuche und die alte Frau dankte ihr, indem ſie beifügte, ſie habe die Worte manches