439
Mutter und ſah durch die ſonnverbrannten Finger auf die Fremdlinge.
„Grüß Euch Gott, Meiſter,“ ſagte der alte Hüt⸗ tenbewohner mit dünner, pfeifender Stimme.„Geht die Reiſe weit?“
„Ja, Herr; wir haben einen langen Weg zu machen,“ verſetzte das Kind, denn ihr Großvater hatte ſich an ſie gewendet.
„Von London?“ fragte der alte Mann.
Das Kind bejahte dieſe Frage.
Ah! Er war oft in London geweſen— hatte ſeiner Zeit nicht ſelten mit Wagen dahin müſſen. Seit zweiunddreißig Jahren hatte er es aber nicht wieder geſehen, und er wollte gehört haben, daß ſeitdem Vieles anders geworden ſey. Wohl möglich! War ja ſeitdem auch mit ihm Vieles anders geworden! Zwei⸗ unddreißig Jahre ſind eine lange Zeit, meinte er, und vierundachtzig ein hohes Alter, obgleich er von Leuten erzählen konnte, die faſt hundert erlebt hatten und lange nicht ſo rüſtig waren, als er— nein, nicht entfernt.
„Setzt Euch da in den Lehnſtuhl, Meiſter,“ ſagte der alte Mann, indem er mit ſeinem Stock auf den gepflaſterten Boden ſtieß und dieſes Mansver recht kräftig auszuführen verſuchte.„Nehmt eine Priſe aus dieſer Doſe; ich ſchnupfe zwar nicht viel, denn der Tabak iſt theuer; aber ich finde, daß er mich manch⸗ mal aufweckt, und Ihr ſeyd nur ein Junge gegen mich. Ich könnte jetzt einen Sohn haben, der faſt


