Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1842)
Entstehung
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Der Naritätenladen. Fünßzhntes Kapitel.

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Oft noch, während ſie am Morgen ihrer Flucht durch die ſchweigenden Straßen der Stadt wanderten, zitterte das Kind unter dem gemiſchten Gefühle von Hoffnung und Furcht, wenn ihre rege Phantaſie in irgend einer fernen Geſtalt, die ſie ungeachtet des klaren Himmels nur undeutlich zu unterſcheiden ver⸗ mochte, eine Aehnlichkeit mit dem ehrlichen Kit zu erkennen glaubte. Aber obgleich ſie ihm gerne die Hand gereicht und ihren Dank für das, was er bei der letzten Begegnung zu ihr geſagt, gegen ihn aus⸗ gedrückt haben würde, ſo war es ihr doch immer ein Troſt, wenn ſie beim Näherkommen ſah, daß ſie ſich getäuſcht hatte; denn abgeſehen von der Furcht vor den Folgen, welche ein ſolcher Anblick auf ihren Reiſegefährten hätte hervorbringen können, fühlte ſte auch, daß jetzt ein Abſchied, und vor Allem ein Abſchied von Dem, der ſich ſo treu und erge⸗ ben gegen ſie erwieſen, mehr war, als ſie ertra⸗ gen konnte. Es war genug, ſtumme Dinge zuruͤck⸗ zulaſſen— Gegenſtände, die ſowohl gegen ihre Liebe, als gegen ihren Schmerz unempfindlich waren. Ein Abſchied aber von ihrem einzigen anderen Freunde bei dem Beginne ihrer abenteuerlichen Wanderung würde ihr in der That das Herz gebrochen haben.

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