Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

416

nicht der Fall— und oft iſt es ein ſo übler Umſtand, wie der gegenwärtige, der die ſcharfſinnigſten Be⸗ rechnungen zu Schanden macht.

Kit ging umher, bald mit raſchen, bald mit langſamen Schritten, das einemal zögernd, wenn ein Reiter ſein Pferd langſamer traben ließ und umherſah, ein andermal in vollem Galopp eine Nebengaſſe hinauf, wenn er wahrnahm, daß in der Entfernung Jemand langſam auf der Schatten⸗ ſeite des Weges fortritt und alle Augenblicke an irgend einer Thüre abſteigen zu wollen ſchien. Aber Einer zog nach dem Andern weiter, und noch immer wollte ſich kein Penny verdienen laſſen.

„Ich moͤchte doch wiſſen,“ dachte der Knabe,„ob nicht einer dieſer Herren, um mich eine Kleinigkeit verdienen zu laſſen, abſichtlich halten und ſo der⸗ gleichen thun würde, als hätte er irgendwo einen Beſuch zu machen, wenn ihm bekannt wäre, daß bei uns zu Haus nichts im Schranke iſt.“

Völlig ermattet vom Pflaſtertreten— der oft wiederholten Täuſchungen gar nicht zu gedenken— hatte er ſich eben auf eine Thürtreppe geſetzt, um ein wenig auszuruhen, als eine kleine, raſſelnde, vierräderige Chaiſe mit einem ziemlich ſtörrig aus⸗ ſehenden, rauhhaarigen Pony, der von einem klei⸗ nen, fetten, alten Herrn mit einem gefällligen Ge⸗ ſichte getrieben wurde, auf ihn zukam. Neben dem kleinen alten Herrn ſaß eine kleine alte Dame von eben ſo beleibtem und gefälligem Ausſehen,