Teil eines Werkes 
11./12. Th. (1844)
Entstehung
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pellation ein; doch das Appellationsurtheil beſtätigte das frühere Urtheil in der Hauptſache, und Lebrun ward der Tortur unterwor⸗ fen. Er hielt ſie nicht aus und ſtarb an den erlittenen Martern.

Bald nach ſeinem Tode ward der wahre Mörder entdeckt. Am 27. März deſſelben Jahres ward der ehemalige Lakai der Dame Mazel von dem Prévoͤt von Sens verhaftet, ohne daß man er⸗ fährt, warum das nicht früher geſchehen, oder warum es jetzt erſt von der Juſtiz beliebt wurde. Man fand bei ihm eine goldene Uhr, die als das Eigenthum der Frau Mazel erkannt wurde; aber auch jetzt noch will die blinde Juſtiz ihr ſchmachvolles Urtheil recht⸗ fertigen, ſie erklärt Lebrun als Mitſchuldigen Berry's und verur⸗ theilt ihn zum Schadenerſatz ꝛe. Erſt auf dem Schaffot geſteht dieſer Letztere, daß er der allein Schuldige ſei. Seine Ausſage erklärt das Verbrechen auf folgende Weiſe:

Am 23. November, erzählt er,kam ich nach Paris und ſtieg in dem Gaſthofe zum goldenen Wagen ab. Am 25. November ſchlich ich mich gegen Abend in das Haus der Frau Mazel ein, deſſen Hausthür offen ſtand; ich fand Niemand im Hofe und ſtieg auf den kleinen Heuboden neben dem Stalle, wo ich bis zum Sonntag früh 11 Uhr blieb und mich von Brot und Acpfeln nährte, die ich mit mir gebracht hatte. Ich wußte, daß um dieſe Zeit Frau Mazel gewöhnlich ausging, um die Meſſe zu hören. Ich ſtieg daher von dem Boden herab und begab mich in ihr Zimmer, das ich offen fand, da die Kammermädchen es eben in Ordnung gebracht hatten; ich vermuthete das aus dem leichten Staube, der noch im Zimmer war. Ich wollte mich unter das Bett verſtecken, wurde aber daran durch meinen Oberrock verhin⸗ dert. Ich ging daher wieder auf den Heuboden zurück und zog meinen Rock aus; ging dann in Hemdärmeln wieder in das Zimmer, wo ich Niemand fand, und verſteckte mich unter das Bett. Nach⸗ mittags, als Frau Mazel in die Vesper gegangen war, kroch ich unter dem Bette vor, ließ aber meinen Hut daſelbſt, der mich