Teil eines Werkes 
1./2. Th. (1844)
Entstehung
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ſchaft zu entziehen, denn das Betragen, das der Marquis beobachtet hatte, und deſſen Ungerechtigkeit er oft bei ſich ſelbſt erkannte, ließ ihm wenig Hoffnung, daß es aus anderer Abſicht geſchehen ſei.

um dieſe Zeit ereignete ſich ein ſeltſamer Vorfall. Bei einem Diner, welches der Marquis gegeben hatte, ward ein Crème auf⸗ getragen. Alle, welche davon genoſſen, fühlten ſich mehr oder weniger unwohl, nur der Marquis und ſeine beiden Brüder, die nicht davon gegeſſen hatten, blieben unverſehrt. Die Reſte von dieſem Ereme, den man als die Urſache der Krankheit der Gäſte anſah, wurden chemiſch unterſucht und zeigten deutliche Spuren von Arſenik; die Milch aber, welche darunter gemiſcht war, hatte die Kraft des Giftes geſchwächt und es ſo eine geringere Wirkung hervorbringen laſſen, als man wahrſcheinlich erwartet hatte. Da dieſes Ereigniß keinen bedeutenden Unfall nach ſich zog, ſo warf man die Schuld auf einen Diener, der den Arſenik ſtatt Zucker genommen haben ſollte, und der Vorfall wurde vergeſſen, oder ſchien vergeſſen zu ſein.

Nach und nach ſchien ſich der Marquis ſeiner Frau wieder nähern zu wollen; doch diesmal ließ ſich Frau von Ganges über ſeine Geſinnungen nicht mehr täuſchen. Der Egvismus des Abbé war zu ſichtbar. Er hatte ſeinem Bruder die Ueberzeugung bei⸗ gebracht, daß eine Erbſchaft von 700,000 Franes ſchon der Mühe werth wäre, einige Unbeſcheidenheiten nicht zu beachten, und treu dieſem Rathe, verſuchte der Marquis durch freundliches Betragen den Entſchluß ſeiner Gattin, ein Teſtament zu machen, zu er⸗ ſchüttern.

Gegen den Herbſt ſprach man davon, nach Ganges zu reiſen, einer kleinen Stadt in Nieder-Languedoe, ſieben Stunden von Montpellier und neunzehn von Avignon entfernt. Obgleich der Vorſchlag ganz natürlich war, da der Marquis, als Grundherr der Stadt, ein Schloß daſelbſt beſaß, fühlte doch die Marquiſe,

als ſie ihn hörte, ſich von einem ſeltſamen Grauen ergriffen. Die