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Mit dieſen Worten gab der Abbé das Pferd der Marquiſt los und überließ es ihr, ihm die Richtung zu geben, welche ſie wollte. Die Marquiſe ſetzte ihr Roß in Trapp, um weder Furcht, noch Eilfertigkeit anzuzeigen. Der Abbé folgte ihr, und Beide kamen
wieder zur Jagd.
Der Abbé hatte wahrgeſprochen. Ungeachtet ihrer Drohung gedachte doch die Marquiſe an den Einfluß, den dieſer Mann über ihren Gatten übte und von dem ſie oft Proben geſehen hatte; ſie ſchwieg alſo, in der Hoffnung, um ſie zu erſchrecken, hätte er ſich ſchlimmer gemacht, als er ſei. Doch hierin täuſchte ſie ſich ge⸗ waltig.
Der Abbé wollte Anfangs ſehen, ob er die Weigerung der Marquiſe einer perſönlichen Abneigung, oder wahrer Tugend zu⸗ ſchreiben ſollte. Der Chevalier war ſchön, wie wir geſagt haben; er beſaß jene Gewandtheit der vornehmen Welt, die für Geiſt gelten kann, und vereinigte damit den Eigenſinn eines beſchränk⸗ ten Verſtandes. Der Abbé ſuchte ihn zu überreden, daß er die Marquiſe liebe.
Das war nicht ſchwer. Wir ſagten ſchon, welchen Eindruck die Marquiſe beim erſten Anblick auf ihn hervorgebracht habe. Da er im voraus die Sittenſtrenge kannte, die der Ruf ſeiner Schwägerin zuſchrieb, ſo hatte er ſich nie einfallen laſſen, ihr den Hof zu machen. Demungeachtet war er ihr ergeben geblieben, dem Einfluß weichend, den die Schönheit auf Alles hervorbringt, was in ihre Nähe kommt; und die Marquiſe, die keinen Grund hatte, dieſer Galanterie, welche ſie für Freundſchaft hielt, zu mißtrauen, zeigte ſich ihm, weil er der Bruder ihres Gatten war, freundlicher, als ſie es gegen irgend wen gewohnt wat.
Der Abbs ſuchte ihn auf und ſagte, ſobald ſie allein waren: „Chevalier, wir lieben Beide die gnädige Frau, und dieſe Frau iſt unſere Schwägerin. Machen wir uns kein böſes Spiel. Ich kann meine Leidenſchaft noch bemeiſtern und will ſie um ſo lieber
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