Teil eines Werkes 
1./2. Th. (1844)
Entstehung
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Du wirſt Dich wieder verheirathen, Du wirſt jung und eines gewaltſamen Todes ſterben; das für die Zukunft.

Der Geiſt.

Die Antwort war auf ähnlichem Papier geſchrieben, wie das, welches die Frage enthalten hatte.

Die Marquiſe ſtieß erbleichend einen leiſen Schrei des Ent⸗ ſetzens aus; die Antwort auf die Vergangenheit war ſo richtig, daß ſie nicht umhin konnte, dieſelbe Genauigkeit für die Zukunft zu fürchten.

In der That, die dichtverhüllte Unbekannte, welche wir in die Höhle der Sybille begleitet haben, war Niemand Anderes, als die ſchöne Marie von Roſſan, welche man vor ihrer Verheirathung nach dem Namen eines Gutes ihres mütterlichen Großvaters, des Herrn Jvannis de Nochsres, Fräulein von Chäteaublanc nannte und ein Vermögen von 5 bis 600,000 Francs beſaß. Im Alter von dreizehn Jahren, nämlich 1649, hatte ſie den Marquis von Caſtellane geheirathet, einen Herrn von hoher Geburt, der ſeinen Urſprung von Johann von Caſtilien, Sohn Peter des Grauſamen, und deſſen Maitreſſe Johanna von Caſtro ableitete. Stolz auf die Schönheit ſeiner jungen Gattin, hatte ſich der Marquis von Caſtellane, der eine der königlichen Galeeren commandirte, beeilt, ſie bei Hofe vorzuſtellen. Ludwig XIV., der zur Zeit dieſer Vorſtellung kaum zwanzig Jahre alt war, hatte, entzückt über dieſe reizende Geſtalt, zum großen Mißvergnügen der anerkannten Schönheiten jener Zeit, zweimal denſelben Abend mit der Mar⸗ quiſe getanzt, und endlich hatte, um den Ruf ihrer Schönheit dauernd zu begründen, die vielbeſprochene Königin Chriſtine von Schweden, welche ſich damals am Hofe von Frankreich aufhielt, von ihr geſagt, daß ſie in allen den Reichen, die ſie bereiſt hätte, nichts gefunden, was der ſchönen Provengalin an die Seite geſtellt werden könnte. Dieſes Lob hatte einen ſolchen Eindruck gemacht, daß die Marquiſe von Caſtellane den Namen behielt und man ſie