Teil eines Werkes 
8. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 149

Ich hoͤrte ein Raſcheln, als ob das unglückliche Mäd⸗ chen, auf welche ſie dieſe Schmähungen häufte, nach der Thür liefe, und die Sprecherin ſich ſchnell vor dieſelbe ſtellte. Eine kurze Pauſe folgte darauf.

Als Miß Dartle wieder ſprach, geſchah es durch ihre verbiſſenen Zähne und indem ſie auf den Boden ſtampfte.

Stehen geblieben! ſchrie ſie,oder ich will Ih⸗ nen vor dem ganzen Hauſe und der Straße ſagen, wer Sie ſind. Wenn Sie verſuchen, mir zu entwiſchen, ſo werd' ich Sie feſthalten, und wenn es bei den Haaren wäre, und ſelbſt Steine gegen Sie aufheben.

Ein entſetztes Murmeln war die einzige Antwort, welche meine Ohren erreichte. Ein Schweigen folgte. Ich wußte nicht, was zu thun. So ſehr ich dieſem Zuſammenſein ein Ende zu machen wünſchte, fühlte ich doch, daß ich kein Recht hatte, mich zu zeigen; daß es Mr. Peggotty allein zukam, ſie zu ſehen und ſie zu ſich zu bringen. Wollte er denn gar nicht kommen, dachte ich ungeduldig.

So! verſetzte Roſa Dartle mit einem verächtlichen Gelächter,ſo ſeh' ich ſie denn endlich! Ei was für ein erbärmlicher Menſch war er, daß er ſich durch dieſe niedliche Scheinbeſcheidenheit und dieſe Kopfhängerei ein⸗ nehmen ließ!

Oh um des Himmels willen, ſchonen Sie mei⸗ ner! rief Emilie aus.Wer Sie auch ſein mögen, Sie kennen meine traurige Geſchichte, und um des Him⸗ mels willen, ſchonen Sie meiner, wenn Sie wünſchen, daß einſt Ihrer geſchont wird.

Daß einſt meiner geſchont werde! antwortete die Andere wüthend;was, denken Sie, haben wir mit einander gemein?