138 David Kopperfield.
Betrüger und Lügner— Heep! Ich— ich will Nie⸗ mand kennen— und ah— nichts ſagen— und— ah— nirgends leben, bis ich— ah— zermalmt habe zu— ah— unauffindbaren Sonnenſtäubchen— den über alle Begriffe ſchändlichen, unermeßlichen, heuch⸗ leriſchen und meineidigen Hallunken Heep!“
Ich hatte wirklich etwas Furcht, daß Mr. Micaw⸗ ber auf der Stelle umkommen werde. Die Art, wie er ſich durch die unartikulirten Sätze hindurchwürgte, und, ſobald er nur merkte, daß er ſich dem Namen Heeps näherte, ſich zu ihm durchkämpfte, in einem ohn⸗ machtähnlichen Zuſtande gegen ihn losfuhr, und ihn mit einer an Wunder grenzenden Heftigkeit herausbrachte, war fürchterlich; aber jetzt, als er dampfend in einen Stuhl ſank und uns mit jeder möglichen Farbe im Ge⸗ ſichte, die dort nichts zu ſuchen hatte, und einer end⸗ loſen Aufeinanderfolge von Blutſtößen, die an ſeinem Halſe in heißer Haſt aufeinander folgten, von wo ſie in ſeine Stirn zu ſchießen ſchienen, anſtierte, hatte er das Ausſehen, als ob er in den letzten Zügen liege. Ich würde ihm zu Hülfe geeilt ſein, aber er winkte mich
weg und wollte kein Wort hören.
„Nein, Kopperfield!— Keine Mittheilung bis— ah— Fräulein Wickfield— des Unrechtes entbunden iſt, das ihr der ausgeſuchteſte Hundvott— Heep an⸗ gethan hat!“
Ich bin feſt überzeugt, er könnte nicht drei Worte geäußert haben ohne die erſtaunliche Energie, mit wel⸗ cher dieſes Wort ihn begabte, wenn er es kommen fühlte.
„Unverletzliches Geheimniß— ah— vor der gan⸗ zen Welt— ah— ohne Ausnahme— heut über acht Tage— um die Frühſtücksſtunde— ah— Jedermann gegenwärtig— ah— einſchließlich Tante und außer⸗


