Teil eines Werkes 
6. Theil (1850)
Entstehung
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124 David Kopperfield.

wandeln und zu überlegen. Seine Papiere wären freilich ein Bischen in Unordnung, und zwar in Folge deſſen, daß Mr. Jack Maldon vor Kurzem gelegentlich ſeine Dienſte als Amanuenſis angeboten habe, aber an dieſe Art Beſchäftigung nicht gewöhnt ſei; wir würden jedoch das Fehlende bald in Ordnung bringen und flott vor⸗ wärts kommen. Später, als wir tüchtig am Werke waren, fand ich, daß mir Mr. Jack Maldons Leiſtun⸗ gen doch mehr im Wege waren, als ich erwartet hatte, da er ſich nicht darauf beſchränkt hatte, zahlreiche Feh⸗ ler zu machen, ſondern über dem Manuſcripte des Doc⸗ tors ſo viele Soldaten und Köpfe von Damen ſkizzirt hatte, daß ich mich oft in wahre Labyrinthe von Miß⸗ verſtändniſſen verwickelt ſah.

Der Doctor war ganz glücklich in der Ausſicht, daß wir an dieſer wunderbaren wiſſenſchaftlichen Leiſtung zuſammen arbeiten ſollten, und wir kamen überein, den nächſten Morgen um ſieben Uhr zu beginnen. Wir wollten jeden Morgen zwei und jeden Abend zwei oder drei Stunden arbeiten, ausgenommen Sonnabends, wo ich ausruhen ſollte. Sonntags ſollte ich natürlich auch Ruhe haben, und ich betrachtete dieſe Bedingungen als ſehr leicht erfüllbar.

Nachdem unſere Pläne in dieſer Weiſe zu unſerer gegenſeitigen Genugthuung in Ordnung gebracht waren, führte mich der Doctor ins Haus, um mich Mrs. Strong vorzuſtellen, welche wir in des Doctors neuem Studir⸗ zimmer antrafen, wie ſie ſeine Bücher abſtäubte eine Freiheit, die er nimmer Jemand anders mit dieſen ge⸗ heiligten Lieblingen ſich zu nehmen geſtattete.

Sie hatten meinetwegen ihr Frühſtück verſchoben, und wir ſetzten uns zuſammen zu Tiſche nieder. Wir hat⸗ ten noch nicht lange dort geſeſſen, als ich die Ankunft