22 David Kopperfield.
herunterſchickte, daß er auf eine Seite taumfelte und Miß Mowcher ſehen ließ, wie ſie aus allen Kräften ſich ab⸗ arbeitete, ihn in Ordnung zu bringen. Nachdem ich
Am Morgen geſellten ſich Mr. Peggotty und meine alte Wärterin zu mir, und wir gingen in früher Stunde nach der Poſtexpedition, wo Mrs. Gummidge und Ham auf uns warteten, um von uns Abſchied zu nehmen.
„Musje Davchen,“ flüſterte Ham, indem er mich bei Seite zog, während Mr. Peggotty ſeinen Ranzen unter das Poſtgut legte,„ſein Leben iſt ganz hin. Er weiß nicht, wo er hingehen thut, er weiß nicht, was er vor ſich hat, er hat ſich auf'ne Reiſe begeben, welche, darauf geb' ich Sie mein Wort, all ſein Leb⸗ tage dauern wird,'s wäre denn, er fände, was er ſucht. Gewiß, Sie werden ſich gegen ihn als Freund zeigen, Musje Davchen?“
„Darauf verlaſſen Sie ſich, das will ich,“ ſagte ich, indem ich Ham vom Herzen die Hand ſchüttelte.
„Danke! Danke ſchöne, ſehr freundlich, junger Herre.
Nu aber noch was. Sie wiſſen, Musje Davchen, ich ſtehe in guter Arbeit, und ich weiß alleweile nicht, wie ich das verthun ſoll, was ich kriege. Geld nutzt mich nichts mehr alleweile, als blos zum Leben. Wenn Sie's für ihn auslegen könnten, ſo würde ich mit leichterem Herzen an meine Arbeit gehen. Obſchon, was das be⸗ trifft,“ und er ſprach ſehr treüherzig und weich,„Sie nicht denken dürfen, ich werde nicht allerwegen arbeiten,


