Teil eines Werkes 
6. Theil (1850)
Entstehung
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ein Herze faſſen und zitternd'rein kriechen und in ihr altes Bett gelegt werden und ihr müdes Köpfchen aus⸗ ruhen, wo es einſtmals ſo froh war.

Ich vermochte ihm nicht zu antworten, obwohl ich's verſuchte.

Jede Nacht, fuhr Mr. Peggotty fort,ſo regel⸗ mäßig wie die Nacht kommt, muß das Licht an ſeine alte Scheibe im Fenſter geſtellt werden, daß es, wenn ſte es jemals ſehen thäte, zu ſagen ſchiene: Komm zu⸗ rück, mein Kind, komm zurück! Wenn Du aber je Eines an die Thüre Deiner Muhme pochen hörſt, Ham, beſonders, wenn's ſanfte pochen thut, ſo, wenn's dunkel geworden iſt, ſo geh Du nicht hin. Mag ſie's ſein, nicht Du, welche mein gefallnes Kind ſieht.

Er ſchritt uns ein wenig voraus und blieb einige Minuten vor uns ſtehen. Während dieſer Zwiſchenzeit warf ich einen Augenblick auf Ham, und indem ich den⸗ ſelben Ausdruck auf ſeinem Geſichte bemerkte und ſah, wie ſeine Augen immer noch auf das ferne Licht ge⸗ richtet waren, berührte ich ſeinen Arm.

Zweimal rief ich ihn in einem Tone bei ſeinem Na⸗ men, mit welchem ich einen Schläfer erweckt haben würde, ehe er meiner gewahr wurde. Als ich ihn zuletzt fragte, auf was ſeine Gedanken ſo ſehr gerichtet wären, ant⸗ wortete er:

Auf das, was vor mir liegt, Musje Davchen, und da'nüber.

Meinen Sie, auf das Leben vor Ihnen? Er hatte verwirrt auf die See hinaus gewieſen.

Ja, Musje Davchen; ich weiß nicht ordentlich, wie das iſt, aber von dort her, da ſchien's mir, als ob ſo was wie das Ende der Sache kommen thäte.

David Kopperfield. 7