Teil eines Werkes 
6. Theil (1850)
Entstehung
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Zweiunddreißigſtes Kapitel.

Der Beginn einer langen Reiſe.

Ich nehme an, daß Dasjenige, was in mir natür⸗ lich iſt, auch in vielen andern Leuten natürlich iſt, und ſo ſtehe ich nicht an, hier niederzuſchreiben, daß ich Steer⸗ forth nie mehr liebte, als in dem Augenblicke, wo die Bande, welche mich an ihn feſſelten, zerriſſen waren. Bei dem tief einſchneidenden Kummer, den mir die Ent⸗ deckung ſeines unwürdigen Benehmens verurſachte, dachte ich mehr an alles das, was in ihm von glänzenden Eigenſchaften war, ſchmolz mir das Herz mehr im Hin⸗ blicke auf das, was gut in ihm war, that ich den Ei⸗ genthümlichkeiten, welche ihn zu einem Manne von ed⸗ ler Natur und großem Namen hätten machen können, mehr Gerechtigkeit, als ich jemals auf dem Höhenpunkte meiner Zuneigung zu ihm gethan. So nahe mir auch der Antheil ging, den ich unbewußter Weiſe an ſeiner Befleckung einer rechtſchaffenen Familie genommen, den⸗ noch glaube ich nicht, daß ich, ihm Geſicht zu Geſicht gegenübergeſtellt, irgend ein tadelndes Wort geäußert haben könnte. Ich würde ihn ſo ſehr wie immer ge⸗

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