Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
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142 David Kopperfield.

chen ſehen, von ſeinem gewiſſen Vorhandenſein hatte überzeugen können, gewünſcht hatte, er möge auf den Stuhl neben ſeinem Bette geſtellt werden, wo er ihn Tag und Nacht mit den Armen umſchlungen gehalten habe. Sein Arm lag jetzt darauf. Zeit und Welt flo⸗ gen bereits unter ihm dahin, aber der Koffer war da, und die letzten Worte, die er(in erläuterndem Tone) ausgeſprochen hatte, waren:Alte Kleider!

Barkis, mein Lieber, ſagte Peggotty faſt freudig zu ihm, indem ſie ſich über ihn beugte, während wir, ihr Bruder und ich, am Fußende des Bettes ſtanden. Hier iſt mein lieber Junge mein lieber Junge, Musje Dapvchen, der uns zuſammenbrachte, Barkis. Durch den Du mir Deinen Antrag machteſt, weißt Du! Willſt Du nicht zu Musje Davchen ſprechen?

Er war ſo ſtumm und beſinnungslos, wie der Kof⸗ fer, von welchem ſeine Züge den einzigen Ausdruck hat⸗ ten, den ſie beſaßen.

Er wird auslöſchen, wenn die Fluth hinausgeht, ſagte Mr. Peggotty zu mir hinter ſeiner Hand.

Meine Augen waren von Schmerz verdüſtert, ebenſo die Peggotty's, aber ich wiederholte flüſternd:Wenn die Fluth hinausgeht?

An der Küſte hier können die Leute nicht erſter⸗ ben, ſagte Mr. Peggotty,außer wenn die Fluth faſt ganz zurückgegangen iſt. Und ſie können nicht gebo⸗ ren werden, wenn ſie nicht faſt ganz heraufgeſtiegen iſt und nicht leicht geboren werden, außer zur Höhe der Fluth. Er wird mit der Fluth auslöſchen. Um halb vier iſt's Ebbe, todt Waſſer dauert'ne halbe Stunde. Wenn er leben bleiben thut, bis das Waſſer wieder ſteigt, ſo wird er bis nach der Fluth leben bleiben und mit der nächſten Ebbe auslöſchen.