Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 25

Chathams raſſelten und ich im Vorbeifahren einen Blick auf das Gäßchen warf, wo das alte Ungeheuer lebte, das meine Jacke gekauft hatte, ſtreckte ich meinen Hals be⸗ gierig aus, um mich nach dem Platze umzuſehen, wo ich im Sonnenſcheine und Schatten geſeſſen und auf mein Geld gewartet hatte. Als wir endlich in das Bereich der letzten Station vor London gelangten und hart an Salem Houſe vorüberfuhren, wo Mr. Creakle mit ſeiner ſchwe⸗ ren Hand um ſich herumgefuchtelt hatte, wahrlich, da hätte ich Alles, was ich hatte, für die geſetzliche Erlaubniß hingegeben, abzuſteigen und ihn durchzudreſchen und alle die Knaben, wie ebenſo viele eingeſperrte Sper⸗ linge, herauszulaſſen.

Wir gingen nach dem Goldenen Kreuze im Viertel von Charing Croß, damals ein altes halb verfallenes Gaſthaus in einer engen Gaſſe. Ein Aufwärter wies mich in das Kaffeezimmer, und ein Stubenmädchen machte mich mit meinem kleinen Schlafzimmerchen bekannt, welches wie eine Miethkutſche roch und ſo dumpf und düſter wie ein Erbbegräbniß war. Ich wurde zu meinem Leidweſen noch im⸗ mer an meine Jugend erinnert; denn Niemand zeigte irgendwie Reſpekt vor mir; die Stubenmagd kümmerte ſich nicht im Geringſten um meine Anſichten über irgend einen Gegenſtand, und der Aufwärter that ſehr vertraut mit mir und bot meiner Unerfahrenheit ſeinen Rath an.

Nun denn, ſagte dieſer Kellner im Tone eines guten Freundes,was würden Sie gerne ſchnabliren? Junge Herrens eſſen gewöhnliche gern Geflügel; nehmen Sie daher ein Huhn.

Ich ſagte ihm, ſo majeſtätiſch, als ich konnte, daß ich nicht in der Laune wäre, Huhn zu eſſen.

So, alſo nicht! entgegnete der Kellner.Junge