Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield.

zuſagte, erwiederten gewöhnlich, ohne darauf zu hören, was ich zu fragen hatte, ſte hätten nichts für mich.

So fühlte ich mich elender und verlaſſener, als ich mich irgend wann ſeit der Zeit, wo ich davongelaufen, gefühlt hatte. Mein Geld war ganz ausgegeben, ich hatte nichts mehr, was ich hätte verwerthen können, ich war hungrig, durſtig und ganz abgemattet, und noch immer ſchien ich ſo fern von meinem Ziele, als ob ich in London zurückgeblieben wäre.

Der Morgen war unter dieſen Erkundigungen ver⸗ ſtrichen, und ich ſaß auf den Stufen zu einem leeren La⸗ den an der Ecke einer Straße, in der Nähe des Markt⸗ platzes, überlegend, ob ich nach jenen andern Plätzen her⸗ umirren ſollte, die man mir genannt hatte, als ein Fiaker⸗ knecht, der mit ſeiner Kutſche vorbeikam, eine Pferdedecke verlor. Ein gutmüthiger Zug in dem Geſichte des Man⸗ nes, als ich ſie ihm aufhob und einhändigte, machte mir Muth, an ihn die Frage zu ſtellen, ob er mir ſagen könnte, wo Miß Trotwood wohne, wobei mir freilich dieſe Frage, die ich ſo oft gethan, ſchier auf den Lippen erſtarb.

Trotwood, ſagte er.Laß'mal ſehen. Richtig, ich kenne den Namen. ne alte Dame?

Ja wohl, ſagte ich.

Ziemlich ſteif im Rücken? fuhr er fort, indem er ſich ſelbſt gerade aufrichtete.

Ja, ſagte ich.Höchſt wahrſcheinlich, ſollt' ich meinen.

Trägt'nen Strickbeutel? ſagte ernen Strick⸗ beutel, worin ein gutes Theil Sachen Platz hat iſt

murrköpfig und fährt einem ſcharf auf den Leib?

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