David Kopperfield. 13
„Gut denn,“ ſagte ich, froh, das Geſchäft abgeſchloſſen zu haben,„ich will die achtzehn Pence nehmen.“
„Au, meine Leber!“ ſchrie der alte Mann, indem er die Jacke über einen Kleiderrechen warf.„naus nun aus dem Laden! Au, meine Lunge!'naus nun aus dem Laden! Au, meine Augen und Glieder!— hurrr— r— rje!— Verlangen Sie kein Geld; nehmen Sie was in Tauſch dafür an.“
Nimmer in meinem Leben, vorher nicht und nachher nicht, war ich ſo voll Furcht und Entſetzen; aber ich wagte es doch, ihm demüthig zu ſagen, daß ich Geld brauchte, und daß etwas Anderes mir nichts nützen könnte, daß ich jedoch nach ſeinem Wunſche außen warten wollte und durchaus kein Verlangen darnach trüge, ihm beſchwer⸗ lich zu fallen. Damit ging ich hinaus und ſetzte mich im Schatten einer Ecke nieder. Und dort ſaß ich ſo viele Stunden, daß ſich der Schatten in Sonnenſchein ver⸗ wandelte; aber der Sonnenſchein wurde wieder zum Schat⸗ ten, und ich ſaß noch immer dort und wartete auf mein Geld.
Ich hege die Hoffnung, daß es nimmer noch einen zweiten ſolchen verrückten Saufaus in dieſem Handels⸗ zweige gegeben hat. Daß er in der Nachbarſchaft wohl⸗ bekannt war und in dem Geruche ſtand, ſich dem Teufel verkauft zu haben, wurde mir bald aus den Viſiten klar, die er von den Straßenjungen erhielt, welche in einem fort den Laden umſchwärmten, ihm dieſe Sage zuriefen und ihn ſein Gold herausbringen hießen.
„Wiſſen Sie wohl, Sie ſind nicht ſo arm, Karlchen, wie Sie immer thun. Bringen Sie Ihr Gold raus. Bringen Sie was von dem Golde'raus, wofür Sie ſich dem Teufel ver⸗


