164 Dcvid Kopperſild.
mit nicht etwa jemand von der Familie meines Wirthes, was ich vorhatte, inne werden und mich zurückhalten ſollte. So ſagte ich zu dem jungen Manne, es würde mir lieb ſein, wenn er, an der Hofmauer des Kingsbench⸗Gefängniſſes angelangt, eine Minute ſtillhalten wollte. Die Worte waren nicht ſobald aus meinem Munde, als er fortraſſelte, wie wenn er, mein Koffer, der Karren und der Eſel alle ſammt toll geworden wären, und ich war ganz außer Athem vor Rennen und Nachrufen, als ich ihn an dem bezeich⸗ neten Orte einholte.
Erhitzt und aufgeregt, wie ich war, ſchleuderte ich meine halbe Guinea aus meiner Taſche, als ich die Adreſſe herauszog. Ich hob ſie auf und ſteckte ſie der Sicherheit halber in den Mund, und obſchon meine Hände gewaltig zitterten, ſo hatte ich doch eben die Karte zu meiner vollen Zufriedenheit befeſtigt, als ich von dem Langbeinigen einen heftigen Druck unter das Kinn bekam und meine halbe Guinea aus meinem Munde in ſeine Hand fliegen ſah.
„Was!“ ſagte der junge Mann, indem er mich mit einem ſchrecklichen Grinſen am Kragen meiner Jacke packte. „Das iſt'n Fall vor die Pullezei. Du mußt eingeſtochen werden, warte. Komm mit auf die Pullezei, Du kleine Kröte, komm mit auf die Pullezei.“
„Sie geben mir mein Geld wieder,“ ſagte ich in der höchſten Angſt,„und laſſen mich gehn.“
„Komm mit auf die Pullezei!“ ſagte der junge Mann. „Du mußt beweiſen, daß es Deine iſt.“
„Ach geben Sie mir meinen Koffer und mein Geld
„wieder,“ ſchrie ich, in Thräne nausbrechend. 1
Der junge Mann antwortete immer wieder:„Komm mit auf die Pullezei,“ und zerrte mich mit Gewalt nach dem Eſel hin, als ob zwiſchen dieſem Thiere und einer


