Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield. 157

ſein niedliches Geſicht, ſein gefälliges Weſen und ſein gelocktes Haar dachte, hielt ich dies für ſehr wahrſcheinlich. Ich hörte, daß Mr. Mell kein übler Menſch wäre, aber üͤber keinen Pfennig Geld zu verfügen hätte, und daß die alte Mrs. Mell, ſeine Mutter, ſo arm wie Hiob wäre. Ich dachte dabei an mein Frühſtück bei ihr und an das, was wie meinKarlchen geklungen hatte, aber ich war, wie ich mich zu meiner Freude erinnere, ſo ſtumm wie eine Maus darüber.

Das Anhören von allen dieſen Dingen und noch einer guten Menge anderer überdauerte unſer Bankett noch einige Zeit. Der größere Theil der Gäſte jedoch war zu Bett gegangen, ſobald das Eſſen und Trinken vorüber, und wir, die wir flüſternd und zuhorchend halb ausgekleidet zurückgeblieben waren, begaben uns zuletzt ebenfalls zu Bett..

Gute Nacht, kleiner Kopperfield, ſagte Steerforth, ich werde Sorge für Dich tragen.

O, Du biſt ſehr freundlich, entgegnete ich dankbar. Ich bin Dir ſehr verbunden.

Nicht wahr, Du haſt wohl keine Schweſter?

Nein, antwortete ich.

Das iſt ſchade, ſagte Steerforth,hätteſt Du eine gehabt, ſo würde ſie meiner Meinung nach ein hübſches, ſchüchternes, kleines, helläugiges Ding von einem Mädchen geweſen ſein. Es würde mir Spaß gemacht haben, ſie kennen zu lernen. Gute Nacht, kleiner Kopperfield.

Gute Nacht, ſagte ich.

Ich dachte noch vielerlei über ihn nach, als ich zu Bett gegangen, und richtete mich auf, wie ich mich ent⸗ ſinne, um nach ihm zu ſehen, wo er läge im Mondlicht,