Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield. 143

gegen ſieben oder acht Uhr Abends arbeitete Mr. Mell an dem für ihn beſonders hingeſtellten Pulte ſehr emſig mit Feder, Tinte, Lineal, Büchern und Schreibepapier, indem er, wie ich entdeckte, die Rechnungen für das verfloſſene Halbjahr auszog. Wenn er ſeine Geſchäfte für den Abend abgemacht, zog er ſeine Flöte hervor, bis ich ſchier dachte, er werde allmählig noch ſeine ganze Seele in das große Loch oben hineinblaſen und mit Haut und Haar hinter den Klappen hineinhuſchen.

Ich rufe mir das Bild meines kleinen Selbſt in dem halbdunkeln Zimmer zurück, wie ich, den Kopf in die Hand gelegt, auf das weinerliche Spiel von Mr. Mell horche und mich die morgende Lection überhöre. Ich ſehe mich, nachdem ich meine Bücher zugemacht, immer noch auf das klägliche Spiel Mr. Mells horchen und durch die Töne deſſelben hindurch auf die Erinnerungen an die Heimat, auf das Sauſen des Windes am Strande von Yarmouth lauſchen und mich ſehr traurig und verlaſſen fühlen. Ich ſehe mich zu Bett gehen durch die ungewohnten Räume, und mich auf mein Deckbett ſetzen und weinen um ein freundliches Wort von Peggotty. Ich ſehe mich am Mor⸗ gen die Treppe herunterkommen und durch einen langen ſchauerlich klaffenden Spalt in der Wendeltreppe nach der Schulglocke blicken, die, einen Wetterhahn über ſich, auf dem Thürmchen eines Nebenhauſes hängt, und mich vor der Zeit fürchten, wo ſie erklingen und J. Steerforth und die Uebrigen zur Arbeit rufen wird, welches, in meiner ahnenden Furcht, nur das kleinere Unglück iſt, nachdem der Mann mit dem Stelzfuße die roſtige Gitterthür aufge⸗ ſchloſſen und den entſetzlichen Mr. Creakle hereingelaſſen hat. Ich kann mir nicht denken, daß mein Charakter hin⸗ ſichtlich einer dieſer Ausſichten gefahrdrohend war, aber