Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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136 David Kopperfield.

ſtaucht auf, ich erwache und fahre zuſammen; denn die Flöte iſt wieder gekommen, und der Schulmeiſter von Salem Houſe ſitzt mit gekreuzten Beinen vor mir und ſpielt kläglich weiter, während das alte Weib mit ver⸗ gnügter Miene ihm zuſieht. Auch an ſie kommt dann wieder die Reihe, zu verſchwinden, er verſchwindet: Alles verſchwindet, und es iſt nichts mehr da, keine Flöte, kein Schulmeiſter, kein Salem Houſe, kein David Kopperfield, nichts, gar nichts, als tiefer Schlaf.

Ich träumte, und in meinem Traume kam mir's vor, als ob einmal, während er ſeine greulige Flöte blies, das alte Weib, die Inhaberin des Hauſes, welche ihm in ihrer begeiſterten Bewunderung näher und näher getreten war, ſich über die Lehne ſeines Stuhles gebeugt und ihn in⸗ brünſtig umarmt habe, wodurch ſein Spiel auf einige Augenblicke unterbrochen wurde. Ich war in einem Mittel⸗ zuſtande zwiſchen Schlafen und Wachen, entweder damals ſchon, oder doch gleich nachher; denn, als er wieder zu flöten begann es war nämlich eine Thatſache, daß er mit Spielen aufgehört ſah und hörte ich daſſelbe alte Weib Mrs. Fibbitſon fragen, ob ſie(hiermit meinte ſie die Flöte) nicht was Köſtliches wäre, worauf Mrs. Fibbitſon mit: Ei ja, ei ja wohl! antwortete und nach dem Feuer hinnickte, dem ſie meiner Ueberzeugung nach das Verdienſt der ganzen muſikaliſchen Leiſtung zuſchrieb.

Ich mußte eine lange Weile geſchlummert haben, als der Lehrer von Salem Houſe ſeine Flöte wieder in ihre drei Theile auseinander ſchraubte, ſie an den vorigen Ort that und mich wegführte. Wir trafen die Kutſche nahe bei der Hand und ſetzten uns auf das Verdeck; aber ich war ſo todtſchläfrig, daß man mich, als wir anhielten, um noch jemand aufzunehmen, in das Innere des Wagens