Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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134 David Kopperfield.

durch irgend einen Zufall auslöſchte, ſo glaub' ich wahr⸗ haftig, auch ſie würde verlöſchen und niemals wieder in's Leben zurückkehren.

Da ſie nach ihr blickten, that ich dies auch. Obwohl es ein warmer Tag war, ſchien ſie doch von keinem an⸗ dern Gedanken, als dem an's Feuer beſeelt zu ſein. Mir kam's vor, als ob ſie ſelbſt die Bratpfanne auf demſelben

beneidete, und ich habe Grund zu der Ueberzeugung, daß ſie es ſehr übel genommen hat, als dieſelbe für unſern Dienſt, d. h. um mein Ei zu kochen und meine Schinken⸗ ſchnitte zu braten, requirirt wurde; denn ich ſah es mit meinen eignen zerſtreuten Augen, wie ſie, als dieſe kuli nariſchen Operationen ihren Anfang nahmen und Nie⸗ mand anders ſie beobachtete, mir eine Fauſt machte. Die

Sonne ſtrahlte durch das kleine Fenſter einen breiten Licht⸗

ſtrom herein, ſie aber ſaß, ihr mit ihrem eigenen Rücken und dem des großen Stuhls zugekehrt, wie ein Ofen⸗ ſchirm vor dem Feuer, als ob ſie emſig bemüht wäre, die Flamme warm zu halten, anſtatt ſich von ihr warm halten zu laſſen, und beobachtete dieſelbe mit einer höchſt miß⸗ trauiſchen Miene. Die Vollendung der Vorbereitungen zu meinem Frühſtück, durch welche das Feuer von der Pfanne befreit wurde, machte ihr eine ſo außerordentliche Freude, daß ſie laut lachte und zwar hatte ſie, wie ich ſagen muß, eine ſehr unmelodiſche Lache.

Ich ſetzte mich jetzt zu meinem Schwarzbrote, meinem Eie und meiner Schinkenſchnitte, wozu noch ein Napf Milch kam, und that eine köſtliche Mahlzeit. Während ich noch in dem vollen Genuſſe derſelben ſchwelgte, ſagte die alte Frau zu dem Schulmeiſter:

Haſt Du Deine Flöte bei Dir?

Ja, erwiederte er.