14 David Kopperfield.
„Meinen Sie wohl, Kind, daß irgend ein menſchliches Weſen jemals in eine chriſtliche Kirche gegangen iſt, das den Namen Peggotty bekommen hat?“
„Es iſt ihr Zuname,“ ſagte meine Mutter leiſe. „Mr. Kopperfield nannte ſie dabei, weil ihr Vorname der⸗ ſelbe war, wie der meine.“ 1
„He! Hierher, Peggotty!“ ſchrie Miß Betſey, indem ſie die Stubenthür öffnete.„Thee! Deine Herrſchaft i*ſt ein Bischen unwohl. Trödele nicht lange!“
Nachdem ſie dieſes Mandat mit einer ſolchen befehls⸗ haberiſchen Würde erlaſſen, als ob ſie eine anerkannte Autorität im Hauſe geweſen, ſo lange es überhaupt ein Haus, und nachdem ſie hinausgeblickt, wo ſie den ver⸗ wunderten Augen Peggotty's begegnete, welche auf den Klang einer fremden Stimme mit einem Lichte den Gang herabkam, ſchloß Miß Betſey die Thür wieder und ſetzte ſich hin, wie vorher, die Füße auf dem Kamingitter, den Saum ihres Kleides in die Höhe geſchlagen und ihre Hände um das eine Knie gefaltet.
„Sir ſrachen davon, daß es ein Mädchen ſei,“ ſagte ſte. „Ich hege keinen Zweifel, daß es ein Mäͤdchen ſein wird. Ich habe ein Vorgefühl, daß es ein Mädchen ſein muß. Nun denn, Kind, von dem Augenblicke der Geburt dieſes Mädchens—“
„Vielleicht iſt es ein Knabe,“ erlaubte ſich meine Mutter einzuſchalten.
„ Ich ſage Ihnen, ich habe ein Vorgefühl, daß es ein Mädchen ſein muß,“ entgegnete Miß Betſey.„Wider⸗ ſprechen Sie mir nicht! Von dem Augenblicke der Geburt dieſes Mädchens an, Kind, habe ich die Abſicht, Ihre Freundin zu ſein. Ich beabſichtige, bei ihr Gevatter zu ſtehen, und ich wünſche, daß ſie Betſey Trotwood Kopper⸗
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