Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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David Kopperfield.

Meine Mutter entgegnete, daß ſie dies Vergnügen gehabt habe. Und es war ihr ein unangenehmes Gefühl, daß ſie durch ihre Erſcheinung nicht bewies, wie es ein ganz außerordentliches Vergnügen geweſen ſei.

Na, nun bekommen Sie ſie zu ſehen, ſagte Miß Betſey.

Meine Mutter verbeugte ſich und bat ſie, einzutreten. Sie gingen in die Stube, aus der meine Mutter gekom⸗ men war, da in unſerm Putzzimmer, auf der andern Seite des Ganges, kein Feuer brannte, oder vielmehr ge⸗ brannt hatte ſeit meines Vaters Begräbniß. Und als ſie ſich Beide geſetzt hatten, und Miß Betſey fortwährend ſchwieg, begann meine Mutter, nachdem ſie lange umſonſt an ſich zu halten verſucht, plötzlich zu ſchreien.

O, ſchnell fort, fort, fort! ſagte Miß Betſey haſtig, laſſen Sie das! Kommen Sie, kommen Sie!

Meine Mutter konnte ſich trotzdem nicht helfen, und ſo ſchrie ſie, bis der Schrei heraus war.

Nehmen Sie Ihre Haube ab, Kind, ſagte Miß Betſey,und laſſen Sie mich Sie mal anſehen.

Meine Mutter fürchtete ſich vor ihr zu ſehr, als daß ſie dieſem albernen Verlangen nachzugeben verſagt hätte, ſelbſt wenn ſie dazu geneigt geweſen wäre. So that ſie, wie ihr geheißen, und that es mit ſolch zitternder Hand, daß ihr Haar, welches reich und ſchön war, ihr über das Geſicht fiel und es verhüllte.

Ei, der Tauſend! rief Miß Betſey aus, Sie ſind ja noch ein wahres Wickelkind!

Es iſt wahr, meine Mutter war ſelbſt für ihre Jahre von ungewöhnlich jugendlichem Ausſehen. Sie hing den Kopf, das arme Ding, als ob es ihre Schuld wäre, und