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einen Halt machen, um auszuruhen. Was meinſt Du, wenn wir in einer hübſchen, angenehmen Gegend ein paar Raſttage hielten? Das würde Dir ſehr gut thun. Deine Geſundheit war ohnedem in den letzten Monaten nicht die feſteſte.“
Wenn auch Hortenſe bei dieſem Vortrage den Beweis lieferte, daß ſie in Bezug auf Erfindungsgabe nicht aus der Art ihrer Mutter geſchlagen ſey, kurz, daß ſie, wie hundert andre Evastöchter, den leichteſten und geradeſten Weg zu wählen verſtand, ſo lag doch nichts Schlimmes darin. Hortenſe war ein liebenswürdiges Weib, allein durchaus nicht ohne alle Fehler:— dieſe Eigenſchaft findet ſich ſehr ſelten.
„Ach, Du biſt ein Engel, die beſte Frau von der Welt!“ verſetzte der Kammerzunker, im höchſten Grade vergnügt.„Wo ſoll es ſeyn? Ich habe gar nichts dagegen, mich einige Tage lang meinen Gedanken in Ruhe zu überlaſſen, meine vielen Geſchäfte laſſen mir ſonſt ſelten Zeit dazu.“
„Sieh' einmal her, lieber Mann,“— Hortenſe rollte eine Karte auseinander—„hier liegt Karlſtad, wo wir hin müſſen. Nun meine ich aber, wir ſollten, ſtatt den nächſten, vielleicht auch beſſern Weg, auf welchem wir ſind, einzuhalten, den andern über Dahlsland nehmen. Dort finden wir himmliſch ſchöne Gegenden und an elner gewiſſen Stelle liegt zwiſchen hohen Felſen ein Landgut mit einer entzückenden Umgebung. Dorthin laß uns gehen, ich habe das ſehnſüchtigſte Verlangen, ein Frauen⸗ zimmer wieder zu ſehen, welches dort wohnt. Ach, lieb⸗ ſter Weſtelli, laß uns das thun!“.
„Das iſt ja aber ein ſchrecklicher Umweg, liebe Hortenſe. Wir nehmen ja eine ganz andre Richtung.“
„Was thut das? Wir haben ja Zeit und Mittel dazu; warum ſollten wir uns nicht einen Genuß ver⸗ ſchaffen, der uns eben ſo viel Vergnügen macht, als die Reiſe ſelbſt?“„
„Ach, was dieß anbelangt, ich bliebe recht gerne
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