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Staubmantel und einem grünen Flor vor den blöden——
Augen war in der andern halb eingeſchlafen.
Gleichſam aus einem langen Traume erwacht, wandte ſich Hortenſe an ihren Gemahl.„Was ſagſt Du zu der Ausſicht, Weſtelli? meinſt Du nicht auch, daß ſie einige Aehnlichkeit mit der Gegend von Forshälla hat?“
„Ja wohl, mein Engel, prächtig;“ und ohne aufzu⸗ ſehen, drückte ſich der Kammerjunker tiefer in die Ecke,
um noch bequemer zu ſitzen. Bald gab ein harmoniſches Schnarchen der jungen Frau zu erkennen, daß ihr Ehe⸗ herr eingeſchlafen war.
Hortenſe ſah mit einem Blick auf ihn— mit einem Blick, wie ihn nie ein Mann in dem Auge ſeiner Gattin gerne ſieht; dann beugte ſie ſich nieder und ſpielte mit einem Kreuze, welches ſie an einer Kette um den Hals trug. Sie beſchäftigte ſich ununterbrochen damit, denn beſtändig fielen neue Thränen auf das Kreuz, welches ſie immer wieder mit dem Taſchentuche abwiſchte.
Arme Hortenſe!— Sie war verheirathet worden, wie ſo viele andre Mädchen, welche mit dem Verluſte des geliebten Gegenſtandes zugleich auch alle Hoffnung und alles Zutrauen auf weiteres Glück verlieren und eine gewiſſe Gleichgültigkeit für Alles, eine Muthloſigkeit an⸗ nehmen, welche ſie verhindert, ihre Freiheit und Gerecht⸗ ſame als Weib auf die Länge zu vertheidigen. Gegenüber einer Mutter, wie die Amtmännin Thorſen, war dieſes aber überhaupt auch keine leichte Sache; vielleicht gab auch Hortenſe am Ende nur deßhalb nach, um den ewi⸗ gen, peinlichen Vorwürfen und Vergleichungen zu ent⸗ gehen, welche ihr das Herz zerreißen mußten, und mit tiefem Schmerze zwar, doch zugleich wieder mit einer ge⸗ wiſſen Beruhigung, vertauſchte ſie den vorher ſo friedlichen und lieblichen Himmel des Vaterhauſes mit der wechſeln⸗ den Temperatur des Eheſtands.
Was ihren Mann betrifft, ſo braucht es wohl keiner weitern Zeichnung von ihm, als die ſchon aus dem Geſpräche des Amtmanns und ſeiner Frau abzunehmen


