Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Du bringſt Deine Sachen immer ſo ſentimental„feierlich und ernſthaft zu Markte, daß Einem angſt und bange dabel wird. Aber Du haſt mir noch gar nicht geſagt, ob Du den Degeuſan geleſen, über welchen wir ſprechen.“

„Nein!“

„Nein— und ewig nein! Du ſchreiteſt ja gar nicht mit der Zeit voran; begräbſt Dich, die wenigen Augen⸗ blicke, welche Dir Deine Geſchäfte übrig laſſen, in alte Scharteken! Sag' an, wann wirſt Du denn einmal frei und ledig?“

„Nächſten Monat, ſo Gott will.“ Ein leichter, wie⸗ wohl nicht unmerklicher Seufzer der Sehnſucht begleitete dieſe Worte. Die Herren ſtanden jetzt an dem Eingange zum Thiergartentheater.

„Willſt Du ein Glas Punſch ſetzen, Herr Bruder?“ fragte der Herr mit der Brille, der Kammerſchreiber H...; „bei einem ſolchen Schlackerwetter iſt ſo Etwas gar nicht zu verachten. Oder ſoll ich vielleicht...“

„Nein, nein, lieber H... laß mir das Vergnügen, der Bonifacius zu ſein! Ich bezahle herzlich gern.“

3 7Se) nur nicht ſo wild,— ich laſſe ja mit mir reden!“

Als der Vorſchlag ins Werk geſetzt war, begaben ſich die Herren in eine Seitenloge der erſten Reihe, auf die⸗ zweite Bank, wo ſie nicht ohne Mühe einen Platz zwiſchen ein paar vierſchrötigen Nachbarn bekamen.

Da es noch ziemlich frühe war, ſo benützte der eine der Freunde, in welchem der Leſer hoffentlich ſchon unſern längſtvermißten Helden, den Candidaten der Medizin, Her⸗ mann Dahl, erkannt haben wird, die Gelegenheit, einen der zwei Briefe, die er ſoeben von der Poſt erhalten hatte, zu öffnen, denn der erwähnte Kammerſchreiber war Schuld geweſen, daß er ihn bisher nicht leſen konnte. Hermann hatte aber kaum Zelt, ſich zu vergewiſſern, daß das Schreiben von ſeinem Pflegvater, dem Doktor Bundler, war und nicht, wie gewöhnlich, einen weiteren, kleineren Einſchluß enthielt, als das Orcheſter begann; mit einem