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Das Grillchen auf dem Heerde : ein Feemährchen aus traulicher Häuslichkeit / von Charles Dickens. Frei nach dem Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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auf ſo mancherlei Gedanken gebracht hat, fuhr Dot fort, wenn ich manchmal in der Dämmerung hier ſaß und mir ſo einſam und niedergeſchlagen zu Muthe war, John bevor nämlich das Kind da war, das mir Geſellſchaft leiſtet und muntern Lärmen in's Haus bringt wenn ich damals dachte, wie verlaſſen Du ſeyn würdeſt, falls ich ſterben ſollte, oder wie einſam ich wäre, wenn ich erfahren müßte, daß Du aufgehört hätteſt mich lieb zu haben, alsdann, liebes Maͤnnchen, ſchien mir ſein Zirpen auf dem Heerde eine andre kleine Stimme, die mir ſo ſüß und ſo gar theuer war, zu verkünden, vor deren freundlichen Tönen mein Kummer verſchwand wie ein Traum. Und wenn ich zuweilen unwillkürlich fürch⸗ tete und ich habe den Gedanken nicht unterdrücken können, John, denn ich war ja noch ſo jung, wie Du weißt daß unſere Ehe keine glückliche werden möchte, weil ich noch ein ſolches Kind und Du eher mein Vor⸗ mund als mein Gatte warſt, und daß Du, wie ſehr Du Dir auch Muhe gabſt, mich nicht lieb gewinnen könnteſt, wie Du es hoffteſt und erbeteteſt alsdann hat mich ſein freundliches Zirpen wieder aufgeheitert und mit neuem Troſt und Zuverſicht erfüllt. Erſt heute Abend dachte ich daran, John, wie ich hier ſaß und auf Dich wartete, und weil mich das Heimchen wieder an alle dieſe Dinge erinnerte, ſo liebe ich's jetzt nur um ſo mehr.

So geht mir's ebenfalls, entgegnete John; aber was fällt Dir ein, Dot? Wie hiätte ich erſt hoffen und beten ſollen, um Dich liebgewinnen zu ler⸗ nen? Ich wußte ja das Alles längſt ſchon, ehe ich Dich hieher brachte, um des Heimchens kleine Herrin zu werden!

Sie legte ihre Hand einen Augenblick auf ſeinen Arm und blickte mit tiefer Rührung in den Zügen ihm in die Augen, als ob ihr etwas auf dem Herzen liege, das ſie ihm hätte anvertrauen mögen. Sie verſchwieg es aber und kniete ſchon im nächſten Augenblick vor dem