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Liedchen des Keſſels ein willkommnes Lied und eine Ein⸗ ladung für Jemanden war, der ſich dermalen noch draußen unter freiem Himmel befand— für Jemanden, der in dieſem Augenblick dem niedlichen kleinen Häuschen und kniſternden Feuer zuſteuerte. Mrs. Peerybingle verſtand es auch vollkommen, wie ſie ſo gedankenvoll hier vorm Heerde ſaß.— Es iſt eine düſtre Nacht, ſang der Keſſel, und die welken Blätter liegen am Wege; und droben iſt alles Nebel und Finſterniß und am Boden alles Koth und Schmutz und dies hier iſt der einzige Troſt in der düſtern, dicken Luft, und ich weiß nicht einmal, daß es nur einer iſt, denn es iſt nur ein Fleck von dunklem, zürnenden Roth, wo die Sonne und der Wind mit einander den Wolken gewiſſermaßen ein Brandmal aufdrücken, daß ſie ſo abſcheuliches Wetter aufgebracht. Und das weiteſte, offene Land iſt nur ein trüber, langer Streifen von unheimlichem Schwarz; auf dem Wegzeiger glänzt der Reif, und froſtiger Thau blickt von der Weg⸗ ſeite; und das Eis iſt nicht Waſſer und das Waſſer iſt nicht frei; und kein Menſch könnte ſagen, daß irgend etwas ſo wäre, wie es eigentlich ſeyn ſollte;.... aber er kommt, er kommt, er kommt!—
Und hier erſt, wenn ihr mir's erlaubt, fiel das Heimchen mit in den Geſang ein und zwar mit einem ſo lauten zirp, zirp, zirp, das wie ein Chor klang— mit einer ſo wunderbaren, unverhältnißmäßig lauten Stimme, wenn man ſeine Größe mit der des Keſſels verglich(ſeine Größe? konnte man es denn ſehen?), daß wenn es hie und da geplatzt wäre, wie eine über⸗ ladene Flinte, wenn es als Opfer ſeines Sangeseifers zur Stelle geblieben wäre und ſeinen kleinen Körper in fünfzig Fetzen auseinander gezirpt hätte,— dieß nur eine natürliche und unvermeidliche Folge geſchienen hätte, der das Thierchen gleichſam entgegengegangen wäre.
Der Sologeſang des Keſſels hatte nun ein Ende; er fuhr zwar mit unvermindertem Eifer zu ſingen fort, aber das Heimchen ſpielte jetzt die erſte Violine und


