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„Nein,“ ſagte Biddy,„Sie müſſen heirathen.“
„So ſprechen auch Herbert und Clara, allein es wird wohl nichts daraus. Ich bin ſo an ſie gewöhnt, daß es nicht wahrſcheinlich iſt. Ich bin ſchon ein alter Hageſtolz.“
Biddy ſah auf ihr Kind und gab mir dann ihre brave Hand. Dieſer Druck und die Berührung mit ihrem Trau⸗ ringe hatte eine beredte Bedeutung.
„Lieber Pip, Sie ſind doch nicht um ihretwillen—“
„O nein, ich denke nicht—“
„Sagen Sie mirs, als alter Freund. Haben Sie ſie vergeſſen?“
„Liebe Biddy, ich habe nichts aus meinem Leben ver⸗ geſſen, das eine hervorragende Stelle eingenommen hat und überhaupt wenig von allen Ereigniſſen. Der arme Traum iſt vorüber— ganz vorüber!“
Doch wußte ich, daß ich insgeheim das alte Haus allein um ihrethalben beſuchen wolle. Gewiß, um Eſtella's willen.
Ich hatte gehört, daß ſie ein ſehr unglückliches Leben führte, von ihrem Mann getrennt war, da dieſer ſie grau⸗ ſam behandelt und als Ausbund von Geiz, Stolz, Roh⸗ heit und Gemeinheit bekannt war. Er war vom Pferde geſtürzt und daran geſtorben. Dieſe Erlöſung war ihr vor zwei Jahren zu Theil gewordenz; ſie ſollte wieder ge⸗ heirathet haben.
Da Joſeph früh zu Mittag aß, ſo hatte ich Zeit genug, ohne Uebereilung die alte Stelle zu beſuchen. Allein ich beſah ſo viele alte Gegenſtände, daß ich erſt nach Dunkel⸗ werden hinkam. Haus, Brauerei und Gebäude waren
verſchwunden, es ſtand nur die Gartenmauer. Der freie 13*


