auf der Treppe. Provis war auch eingeſchlummert; bei meinem Geräuſche ſprang er auf und hatte ſchon ein Meſ⸗ ſer in der Hand.
„Ruhig! Es iſt Herbert,“ ſagte ich, und Herbert ſtürzte herein mit der heitern Friſche von einer großen Reiſe.
„Händel, lieber Kerl, wie gehts Ihnen, und wie gehts Ihnen, und nochmals wie gehts Ihnen? Es iſt mir, als ob ich ein Jahr fortgeweſen wäre! Das muß auch wohl ſein, denn Sie ſind dünn und blaß geworden! Händel, mein— aber ich bitte um Verzeihung!“
Er hielt in ſeiner lebhaften Unterhaltung und ſeinem Händedrucke inne, als er Provis ſah. Provis ſah ihn feſt an, legte langſam ſein Taſchenmeſſer fort und ſuchte in der Tafche nach etwas anderem.
„Herbert, lieber Freund,“ ſagte ich und ſchloß die
Doppelthüren, indeß Herbert verwundert mich anſtarrte, „es hat ſich etwas Seltſames zugetragen. Dieſes iſt— Lit Beſuch bei mir!“
„Es iſt Alles gut, lieber Junge!“ ſagte Provis, trat mit ſeinem ſchwarzen Buche hervor und wandte ſich an Herbert.„Nehmen Sie es in Ihre Rechte. Der Herr ſchmettere Sie unverzüglich todt nieder, wenn Sie jemals in irgend einer Weiſe ausplaudern! Küſſen Sie es!“
„Thun Sie es, wie er es wünſcht,“ ſagte ich zu Her⸗ bert. Er ſah mich unruhig und erſtaunt an und that es.
Hierauf gab Provis ihm die Hand und ſagte:„Sie haben geſchworen. Und glauben Sie nie meinem Eide, wenn Pip nicht auch Sie zum Gentleman macht!“
—2


