Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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ſchien endlich ergriff ich den Stuhl, denn das Zimmer fing an ſich zu drehen. Er zog mich auf das Sopha, ſtützte mich auf den Kiſſen und kniete vor mir nieder, ſo daß ſein ſchreckliches Geſicht in meine Nähe trat.

Ja, Pip, lieber Junge, ich habe Dich zum Gentleman gemacht. Ich habe es gethan! Ich ſchwor damals, wenn ich eine Guinea verdiente, ſo ſolle ſie zu Dir kommen. Ich ſchwor ſpäter, wenn ich ſpeculirte und reich würde, ſollteſt Du reich werden. Ich lebte hart, damit Du ſanft leben ſollteſt; ich arbeitete ſchwer, damit Du bequem lebteſt. Wozu das Alles, mein Junge? damit Du dankbar wärſt? Durchaus nicht. Nur damit Du wüßteſt, der gehetzte Hund, dem Du das Leben erhalten, ſei ſo hoch gekommen, Dich zum Gentleman zu machen und Pip Du biſt es!

Der Abſcheu vor dem Menſchen, der Widerwille, mit dem ich vor ihm zurückſchauderte, wäre bei einem ſchreck⸗ lichen Thiere nicht größer geweſen.

Sieh, Pip. Ich bin Dein zweiter Vater. Du biſt

mein Sohn mehr als ein Sohn ſein kann. Ich habe

Geld geſpart, damit Du es ausgibſt. Als ich in einer einſamen Hütte als Schäfer ſaß und nichts als Schafe ſah, bis ich die Geſichter der Menſchen faſt vergeſſen hatte, ſah ich Dein Geſicht. Oft fiel mein Meſſer hin, als ich in jener Hütte oder trank und ich ſagte: da ſieht mich der Junge an, wie ich eſſe und trinke. Ich ſah Dich da, wie ich Dich an der nebligen Küſte geſehen habe. Der Herr ſtrafe mich! ſagte ich jedesmal und ich trat ins Freie, um es dem Himmel zu ſagen, wenn ich Freiheit und Geld gewinne, will ich den Jungen zum Gentleman machen. Ich hab' es gethan. Sieh dieſe Wohnung an,