wieder aufſprang—„für eine gewöhnliche Perſon den Anſchein einer Wiederholung haben, aber darf ich!“—
Nachdem dieſes vorüber, ſetzte er ſich wieder und trank auf das Wohl ſeiner Schweſter.„Wir wollen gegen die Fehler ihres Temperaments nicht blind ſein,“ ſagte Herr Pumblechook,„doch dürfen wir auch annehmen, daß ſie es gut gemeint hat.“
Ich bemerkte allmälig, daß er roth im Geſicht wurde, mein Geſicht ſchien mir ganz in Wein getaucht und ſchmerzte mich.
Ich ſagte Herrn Pumblechook, ich wünſchte meinen neuen Anzug in ſein Haus geſchickt zu haben und er war entzückt über die ihm zu Theil gewordene Auszeichnung. Ich erwähnte, daß ich kein Aufſehen im Dorfe machen wolle und er erhob meine Anſicht bis zum Himmel. Er allein, deutete er an, ſei meines Vertrauens würdig und kurz— dürfe er? Er frug mich zugleich, ob ich unſer kindiſches Spiel mit Zahlen vergeſſen, und wie wir zuſammen ge⸗ gangen, damit ich Lehrburſche würde, und wirklich, er ſei immer mein Liebling und mein Buſenfreund geweſen. Hätte ich zehnmal ſo viel Wein getrunken, als es der Fall geweſen war, ſo hätt' ich doch noch gewußt, daß er niemals ſo zu mir geſtanden hatte und dieſe Gedanken von ganzem Herzen zurückgeſtoßen, doch war mir ſo, als ob ich mich in ihm getäuſcht haben möchte, da er am Ende doch ein gefühlvoller, praktiſcher, gutmüthiger Menſch ſei.
Allmälig ſchenkte er mir ein ſo großes Vertrauen, daß er mich für ſein eigenes Geſchäft um Rath anging. Er erwähnte, es laſſe ſich in ſeinen Räumlichkeiten, wenn man ſie vergrößere, eine ſolche Verſchmelzung und Mono⸗
Charles Dickens Große Erwartungen. I. 15


