Teil eines Werkes 
19.-23. Bd. (1854)
Entstehung
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Siebenundſechzigſtes Kapitel. Das Ende von Eſther's Erzählung.

Volle ſieben glückliche Jahre bin ich nun die Gebie⸗ terin von Bleak Houſe. Die wenigen Worte, die ich noch zu dem, was ich bereits geſchrieben, hinzuzufügen habe, ſind bald verzeichnet; dann ſcheiden ich und der unbe⸗ kannte Freund oder die unbekannte Freundin, an die ich ſchreibe, auf immer von einander. Nicht ohne viele theure Erinnerungen von meiner Seite. Und hoffentlich nicht einige von ſeiner oder ihrer Seite.

Man übergab meinen Liebling meinen Armen, und viele Wochen lang verließ ich ſie nie. Das kleine Kind, das ſo viel hatte bewirken ſollen, ward geboren, noch ehe der Raſen auf das Grab ſeines Vaters gepflanzt war. Es war ein Knabe, und ich, mein Gatte, und mein Vormund gaben ihm ſeines Vaters Namen.

Die Hilfe, worauf meine liebe Ada zählte, ward ihr wirklich, obgleich dieſelbe nach dem Rathſchluſſe der ewi⸗ gen Weisheit zu einem andern Zwecke kam. Obgleich die⸗ ſes Kind die Miſſion hatte, ſeine Mutter und nicht ſei⸗ nen Vater zu ſegnen und wieder herzuſtellen, ſo erwies ſich doch dieſe ſeine Kraft als ungemein groß. Als ich die Stärke ſeines ſchwachen Händchens ſah, und als ich gewahrte, wie deſſen Berührung das Herz meines Lieb⸗ lings heilen, und in ihr wieder Hoffnungen erwecken konnte, da fühlte ich mich von der Güte und Liebe Got⸗ tes auf's Neue durchdrungen.

Sie gediehen; und allmälig ſah ich meine liebe Ada in meinen ländlichen Garten hinausgehen und dort, mit ihrem Kinde auf den Armen, ſich ergehen. Ich war nun