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gefragt. Allan hatte ihn in einem Winkel des Sitzungs⸗ ſaales gefunden, wo er, ſagte ſie mir, wie verſteinert ge⸗ ſeſſen ſei. Als man ihn aus ſeiner Betäubung geweckt, habe er ſich plötzlich aufgerafft, und ſei er weggerannt, und habe er gethan, als wenn er in zornigem Tone mit dem Richter ſprechen wollte. Allein er ſei daran verhin⸗ dert worden, indem ſein Mund voller Blut geweſen und dann habe ihn Allan nach Hauſe gebracht.
Er lag, als ich in das Zimmer trat, mit geſchloſſe⸗ nen Augen auf dem Sopha. Auf dem Tiſche befanden ſich verſchiedene ſtärkende Mittel;z im Zimmer war es ſo luftig, wie nur möglich; auch hatte man daſſelbe ver⸗ dunkelt und hatte für Ordnung und Ruhe geſorgt.
Allan ſtand hinter Richard und beobachtete ihn mit ernſter Miene. Sein Geſicht ſchien mir ganz farblos zu ſein, und jetzt, wo ich ihn ſah, ohne daß er mich ſah, gewahrte ich zum erſten Mal, wie abgezehrt er war. Dennoch ſah er ſchöner aus, als ſeit langer Zeit.
Ich ſetzte mich ſchweigend zu ihm hin. Allmälig öffnete er die Augen und ſagte mit ſchwacher Stimme, aber mit ſeinem alten Lächeln:
„Dame Durden, küß mich, meine Liebe!“
Es war ein großer Troſt und eine große Ueberra⸗ ſchung für mich, daß ich ihn in dieſem ſchwachen Zuſtande doch heiter fand, und daß er ſich noch mit der Zukunft beſchäftigte. Er ſei, ſagte er, über unſere beabſichtigte Heirath mehr erfreut, als er mir mit Worten ſagen könne. Mein Bräutigam ſei ihm und Ada ein Schutz⸗ engel geweſen, und er ſegne uns Beide, und wünſche uns alle Freude und alles Glück, ſo das Leben gewäh⸗ ren könne.
Es war mir faſt, als ob mir ſelbſt das Herz brechen wollte, als ich ſah, wie er die Hand meines Verlobten ergriff und dieſelbe gegen die Bruſt drückte.
Wir ſprachen ſo viel wie möglich von der Zukunft


