13
von Mrs. Green, wie es ſich bei näherer Unterſuchung herauszuſtellen ſcheint, dermalen an Bord eines Schiffes iſt, das ſchon ſeit drei Monaten nach China abgeſegelt iſt, den man aber durch den Telegraphen erreichen zu koͤn⸗ nen glaubt, wenn die Lords der Admiralität darum angegangen werden.
Büttel tritt nun in verſchiedene Kramläden und Wohn⸗ zimmer, und fragt die Bewohner aus; dabei macht er immer zuerſt die Thüre zu, und bringt das Publikum durch ſeine vielen und weitläuftgen Fragen, ſowie durch ſeinen allgemeinen Blödſinn zur Verzweiflung. Der Po⸗ lizeidiener lächelt, wie man ſieht, dem Kellner zu. Das
Publikum verliert ſein Intereſſe, und es ſindet bei ihm
eine Reaction Statt. Verhöhnt den Büttel mit ſchrillen, jugendlichen Stimmen, und ſchreit, er habe einen Knaben geſotten; ſchreit Bruchſtücke eines Volksliedes ab, worin es heißt, der Knabe ſei zu Suppe für das Arbeitshaus verkocht worden.
Endlich findet es der Polizeimann nothwendig, das Geſetz aufrecht zu halten, und Einen der Singenden zu ergreifen; der, als die übrigen fliehen, wieder freigelaſſen wird, unter der Bedingung, daß er ſich alsbald aus dem Sunde machen ſolle:— eine Bedingung, die er alsbald erfüllt.
So erſtirbt für den Augenblick die Senſation, und nun verfolgt der ungerührte Polizeimann(— welchem ein Bischen Opium mehr oder weniger Nichts iſt—) mit ſeinem glänzenden Hute, ſeinem ſteifen Stocke, ſeinem unbieg⸗ ſamen Ueberrocke, ſeinem ſtarken Gürtel und Armband, und mit Allem, was er an⸗ und auf hat, ſeinen Weg mit aller Gemächlichkeit und mit ſchwerem Tritte; dabei ſchlägt er ſeine weißen Handſchuhe gegen einander, ſo daß eine flache Hand immer wieder die andere trifft; von Zeit zu Zeit bleibt er an einer Straßenecke ſtehen, um gelegentlich zu ſehen, ob nicht ein Kind verloren ge⸗ gangen, oder ein Mord verübt worden.


