Teil eines Werkes 
5.-10. Bd. (1853)
Entstehung
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Ich habe dieſen Mann vom Sehen recht gut ge⸗ kannt, ſpricht er.Er hat nun ſchon ſeit anderthalb Jahren mich mit ſeiner Kundſchaft beehrt, indem er ſein Opium bei mir kaufte. War vielleicht eine der anweſen⸗ den Perſonen mit ihm verwandt?

Bei dieſen Worten blickte er die drei Umſtehenden nach einander an.

Ich war es, der an ihn dieſes Zimmer vermiethet hat, antwortet Krook mit grimmer Miene, wobei er aus der ausgeſtreckten Hand des Chirurgen das Licht nimmt.Er hat mir einmal geſagt, daß ich der nächſte Verwandte wäre, den er hätte.

Er iſt, ſagt der Chirurg,an einer zu ſtarken Doſis Opium geſtorben: darüber kann kein Zweifel obwalten. Das ganze Zimmer riecht darnach. Hier ſehe ich, bei dieſen Worten nahm er aus den Händen Mr. Krook's einen alten Theetopf,genug Opium, um ein Dutzend Menſchen zu tödten.

Glauben Sie, er habe es abſichtlich gethan? fragt Krook.

Eer Labr eine zu ſtarke Doſis genommen?

Ja!

Krook ſchmatzt, mit der Salbung eines fürchterlichen Intereſſes, beinahe mit den Lippen.

Das kann ich nicht ſagen. Ich wäre geneigt, das für unwahrſcheinlich zu halten, da er die Gewohnheit ge⸗ habt hat, ſo viel Opium zu ſich zu nehmen. Aber Nie⸗ mand vermag dieß zu ſagen. Vermuthlich war er ſehr arm?

Das glaube ich ſelbſt. Sein Zimmer ſieht nicht ſehr reich aus, ſagt Krook, deſſen Augen ſo ziemlich denen ſeiner Katze gleichen, während er ſeinen durch⸗ dringenden Blick umher ſchweifen läßt.Ich bin jedoch nie hier geweſen, ſeitdem er es inne gehabt hat, und er war zu verſchloſſen, um über ſeine Umſtände mit mir zu ſprechen.