Teil eines Werkes 
1.-4. Bd. (1852)
Entstehung
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Kanzleigerichtshof. Zwiſchen John Jarndyce

My Lady unterbricht ihn mit der Bitte, von den formalen Abſcheulichkeiten ſo viel wegzulaſſen, wie nur irgend möglich.

Mr. Tulkinghorn blickt über ſeine Brille hinaus, und fängt weiter unten an.

My Lady entzieht ihre Aufmerkſamkeit, und ihr Aeußeres drückt Verachtung und Gleichgültigkeit aus. Sir Leiceſter ſitzt in einem Lehnſtuhle, blickt das Feuer an, und ſcheint an den legalen Wiederholungen und Weit⸗ ſchweifigkeiten, als zu den nationalen Schutzmauern der Freiheit gehörend, mächtig Gefallen zu finden.

Der Zufall will es ſo, daß das Feuer da, wo my Lady ſitzt, ſehr heiß, und daß der Handſchirm mehr ſchön, als nützlich iſt, indem er zwar einen unſchätzbaren Werth hat, dabei aber ſehr klein iſt.

My Lady ſetzt ſich weiter weg, ſieht die Papiere auf dem Tiſche, blickt dieſelben ſchärfer an, blickt dieſelben noch ſchärfer an, und fragt dann raſch:

Wer hat das abgeſchrieben?

Mr. Tulkinghorn hält plötzlich inne, erſtaunt über e Lebhaſtigkeit und den ungewöhnlichen Ton von my

ady.

Iſt das eine Juriſtenhandſchrift, wie Lente Ihres⸗ gleichen ſich auszudrücken pflegen? fragt ſie, ihn wieder in ihrer nachläßigen Weiſe feſt aublickend, und mit ihrem Handſchirme ſpielend.

Nicht ganz. Wahrſcheinlich, Mr. Tulkinghorn unterſucht die Handſchrift, während er ſpricht,der juriſtiſche Charakter, den die Handſchrift hat, wurde erſt erworben, nachdem die urſprüngliche Hand ſchon gebildet war. Aber warum fragen Sie?

Ah, um in dieſe abſcheuliche Monotonie einige Ab⸗ wechslung zu bringen. Oh, fahren Sie fort, fahren Sie doch fort!

Und Mr. Tulkinghorn fängt wieder an, zu leſen.