einzigen Mitgift, die my Lady ihm zubrachte,— nicht beſonders betheiligt; der Proceß iſt für ihn keine Lebens⸗ frage; auch hat er eine dunkle Ahnung, daß es ein überaus lächerlicher Zufall iſt, daß ſein Name,— der Name Dedlock,— in einem Proceſſe vorkommt, ohne in dem Titel deſſelben Proceſſes zu figuriren. Allein er ſieht den Kanzleigerichtshof, ſelbſt wenn derſelbe eine gelegentliche Verzögerung der Juſtiz und ein Bischen Confuſion nach ſich ziehen ſollte, als Etwas an, was, mit einer Menge anderer Dinge, von der Vollkommenheit menſchlicher Weisheit ausgeſonnen worden, um(menſchlich geſprochen) Alles auf ewig zu regeln. Und, im Ganzen genommen, lebt er der unabänderlichen Anſicht, daß Klagen über den trägen Geſchäftsgang des Kanzleigerichts⸗ hofes beiſtimmen, kein anderes Reſultat haben könne, als Perſonen aus den niederen Ständen zur Auflehnung gegen Geſetz und Obrigkeit zu treiben, und aus denſelben Wat Tylers zu machen.
„Da einige neue beſchworene Ausſagen vorgekommen ſind,“ ſpricht Mr. Tulkinghorn; und da dieſelben kurz, und da ich dem läſtigen Princip huldige, meine hohen Clienten zu bitten, ſie ſtets auf dem Laufenden erhalten zu dürfen;“— ein vorſichtiger Mann, Mr. Tulkinghorn, da er nicht mehr Verantwortlichkeit ſich aufzubürden Luſt hat, als nöthig iſt;—„und da ich ferner aus den Blättern erſehe, daß Sie nach Paris gehen, ſo habe ich die Papiere mitgebracht.“
(Beiläufig geſagt, ging Sir Leiceſter gleichfalls nach Paris; wofür ſich aber die faſhionablen Berichte haupt⸗ ſächlich intereſſirten, das war ſeine Lady.)
Mr. Tulkinghorn zieht ſofort ſeine Papiere aus der Taſche heraus, bittet um Erlaubniß, dieſelben auf einen goldenen Talisman von einem Tiſche, dicht am Elbogen von my Lady, legen zu dürfen. Dann ſetzt er ſeine Brille auf, und fängt an, beim Lichte einer mit einem Schirme verſehenen Lampe zu leſen.
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