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weiche, ſondern eher in eine eiſige Stimmung. Eine Ge⸗ müthsſtimmung, die an Erſchöpfung gränzt, eine matte Ruhe, ein Gleichmuth der Müdigkeit, der weder durch Theiluahme noch Freude geſtört wird, ſind die Trophäen ihres Sieges. Sie hat vollkommen gute Manieren. Könnte ſie morgen in den Himmel ſpedirt werden, ſo könnte man ſich darauf gefaßt machen, daß ſie ohne Freude und ohne Entzücken gen Himmel fahren würde.
Auch beſitzt ſie noch Schönheit, und wenn dieſelbe auch nicht mehr in ihrem Frühlinge iſt, ſo iſt ſie doch auch noch nicht in ihrem Herbſte. Sie hat ein feines Geſicht,— urſprünglich von einem Charakter, der wohl eher hübſch als ſchön genannt werden würde; allein es iſt daſſelbe durch den angenommenen Ausdruck ihres faſhionablen Standes verbeſſert und zur Claſſicität er⸗ hoben worden. Ihre Figur iſt elegant und macht den Eindruck, als ſei ſie hoch. Nicht als ob dem wirklich ſo wäre: nein; ſie weiß nur alle ihre Vortheile geltend zu machen, wie der ehrenwerthe Bob Stables häufig mit einem Fluche verſichert hat. Dieſelbe Autorität bemerkt auch, daß ihr Anzug untadelhaft iſt, und insbeſondere ſagt dieſelbe zum Lobe des Haares ihrer Ladyſhip aus, daß daſſelbe ſie zu dem beſtgeſtriegelten Frauenzimmer im ganzen Marſtalle mache.
Mit all' ihren Vollkommenheiten auf dem Kopfe iſt my Lady Dedlock, von den faſhionablen Berichten eifrigſt verfolgt, von ihrem Landſitze in Lincoluſhire nach London gekommen, um in ihrer Stadtwohnung einige Tage zu⸗ zubringen, ehe ſie nach Paris abreiſ't, wo ihre Ladyſhip einige Wochen zu bleiben gedenkt, worauf dann ihre Be⸗ wegungen ganz und gar ungewiß ſind.
Und in ihrer Stadtwohnung erſcheint, an dieſem ſchmutzigen, düſtern Nachmittage, ein altmodiſch ausſe⸗ hender alter Herr, Sachwalter, ſowie auch Procurator am hohen Kanzleigerichtshofe. Dieſer Herr hat die Ehre, der Rechtsfreund der Dedlocks zu ſein; auch hat
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